Sebastian und die Sprachschülerinnen

Heute wurde ich geschlagene zwei Stunden von einer Gruppe indonesischer Sprachschülerinen interviewt.

Sie waren gestern schon hier im Büro auf der verzweifelten Suche nach Ausländern, mit denen man auf englisch mindestens 45 min sprechen können. Ihr erster Versuch eine hiesig lebende Amerikanerin zu interviewen schlug fehl, weil sie diese beim Joggen verfolgten, was diese wohl ziemlich ungehalten machte und dazu führte, dass sie vor den Sprachschülerinnen floh.Man erinnert sich an diesem Zusammenhang an die allzeit bekannten Koranschüler aus Afghanistan, die auch viele Ausländer in die Flucht geschlagen haben.

Nun ja in ihrer Not und Verzweifelung wandten sich die Damen an das Rote Kreuz „das Rote Kreuz wird ihnen helfen“ und dort trafen sie auch prompt einen interviewwilligen Ausländer an. Nicht das dieser gerade dabei war sich Sachen zu übersetzen und eigentlich beschäftigt, aber gut man hilft wo man kann.

Man begann also mit dem Interview im Schatten eines hier vor dem Haus für das Bereitschaftstraining aufgestelltem Zelt und befragte mich.

Alle stellten mir nacheinander die gleichen Fragen, ich versuchte meine Antworten ein wenig zu variieren. Nach 12 min war man mit den Interviews jeweils fertig, wieder brach Panik aus: „Unser Professor hat uns gesagt, wir brauchen mindesten 45 min von einem Touristen oder so“.

Nicht nur, dass der Versuch englischsprachige Touristen in Bengkulu zu finden ungefähr so erfolgreich ist, wie bekennde FDP Wähler im u-asta, es ist auch unwahrscheinlich, dass diese 45 min Lust haben sich interviewen zu lassen. Ich vertröstete die drei Grazien auf heute früh 10:00, gegen 10:30 waren sie auch schon da, was für Indonesische Verhältnisse als ziemlich pünktlich einzustufen ist und gegen 10:45 konnte ich sei auch schon überzeugen mit dem Interview im Raum des Managers vom Ortsverein zu beginnen.

Meine Mahnung auch genug Fragen für 45 min. zu haben, hatten sie befolgt, leider würgte mich meine Interviewerin immer wieder ab, wenn ich gerade schön am erzählen war. Aber gut am Ende kamen wir auf 48 min.

Ich habe sie dann zur hier wohnen Amerikanerin geschickt, weil ich ja noch zur Sprachschule musste.

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