Als ob Habermas auf dem Skateboard durch den Raum gefahren wäre

Gestern abend war das große Skatespotvoeting organsisiert vom Jugendbeteiligungsbüro im Haus der Jugend, über 142 Jugendliche waren bei der Veranstaltung und 142 Stimmen wurden abgegeben.

Man konnte den 5 Plätzen die das Garten- und Tiefbauamt als für einen Skateplatz möglich einschätzt, eine Rangfolge geben. Platz Nummer 1 war der Lieblingsplatz und Nummer 5 folglich, den den man am wenigstens als Skatespot haben will.

Es war eine super Atmosphäre, die Anwesenden tauschten auf hohem Niveau ihre Argumente aus und am Ende gab es eine Abstimmung mit klaren Ergebnissen. Besonders schön das sich inzwischen schon Vertreter von Bürgervereinen dafür aussprechen, dass es in ihrem Stadtteil einen Skateplatz geben soll. Man hätte ja befürchten können, das eher das Gegenteil der Fall ist und man mit allen Mittel versucht gegen einen Skatepark im eigenen Stadtteil zu kämpfen.

Anwesen waren Skater aller Generationen von 10 Jahren bis Skater mit Familienanschluß, die sich inzwischen dafür Einsetzen, dass man einen Skatepkatz neben einem Spielplatz bauen soll, damit die ganze Familie dort ihren Spaß haben kann.

Neben unterschiedlichen Diskussuionsbeiträgen wurde im Laufe der Diskussion auch der engagierte Einsatz von Skatement gelobt. Aber auch das Garten- und Tiefbauamt ist für eine Behörde nahezu enthusiastisch und hat versprochen, dass der Bau im Laufe des kommendne Jahres fertig sein könnte. Besonders auch weil eine bisher anonyme Stiftung auch Geld für den Bau geben wird.

Habermas auf dem Skatboard?

Um noch ein wenig mit einerigen philosophischen Bemerkungen diesen Beitrag zu bereichern.

Vielleicht ist das auch ein Zeichen, das ich zulange Politik studiert habe, aber gestern wurde erst Diskutiert, sowohl im Vorfeld Online als auch direkt vor Ort. Dabei wurden alle Stimmen gehört: junge Skater, alte Skater, Profiskater, Skateshopbesitzer, Politiker, Bürgervereinsvorstände, Berufsjugendliche,… Danach haben die Anwesendne abgestimmt.

Eine deliberative Demokratie ist nun eine in der „ein Diskurs über alle politischen Themen, der auch als Deliberation bezeichnet wird. Im Zentrum der Theorie der deliberativen Demokratie steht das Legitimationsideal der öffentlichen Beratung politischer Fragen“. Gestern haben wir so einen Moment erlebt. Er gibt dem Ergebniss in der Öffentlichkeit und der Szene Legitimität und befürdert die Forderungen der Skater. Daneben haben sicher die Beteiligten ein wenig gelernt wie Demokratie funktioniert und sind dem politischen System näher gekommen.

Es sind diese Momente die uns als Gemeinschaft verfassen und in der das politische Sichtbar wird. Und man kann dies direkt mit Skaten verbinden!

Bei der Abstimmung hat der Skatespot im Seepark übrigens deutlich gewonnen, auf Platz zwei kam, wie ich es auch gefordert hatte der Karlsplatz:

  1. Erster Gewinner: Seepark (Note: 1.74)
  2. Zweiter: Karlsplatz (Note: 2.54)
  3. Dritter: Eschholzspark (Note: 2.99)
  4. Vierter: St. Georgen (Note: 3.83)
  5. Fünfter: Zähringen (Note: 3.9)

Damit haben wir ein klares Votum auch für unsere Forderung nach dem Bau eines Innenstadtplatzes und eines weiteren Skateplatzes in den Außenbezirken.

 

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4 Antworten to “Als ob Habermas auf dem Skateboard durch den Raum gefahren wäre”

  1. Gedanken zu Veränderung §41a GemO BW « Sebastian Müllers Blog Says:

    […] einem Jugendgemeinderatsdachverband, zahlreichen unterschiedlichen Beteiligungsformen, projektbezogener Jugendbeteiligung, … Die Gemeindeordnung Baden-Württemberg bietet schon heute zahlreiche Möglichkeiten […]

  2. SkateparkVoteing war erfolgreich « Skatepark Jetzt! Says:

    […] Um noch ein wenig mit einerigen philosophischen Bemerkungen diesen Beitrag zu bereichern. (mehr) […]

  3. Fortbildung „Reden mit Politikern“ « Sebastian Müllers Blog Says:

    […] haben uns ein wenig über die Vorgeschichte des Skateplatzes unterhalten, dann haben wir versucht die Gründe für Kommunikationsprobleme zwischen Jugendlichen […]

  4. Der zentrale Skatepark kommt angerollt…. | Sebastian Müllers Blog Says:

    […] war irgendwie der Druchbruch geschafft, die Verwaltung wollte bauen und die Leute von skatement stimmten ab wo der neue Skateplatz hinkommen sollte. Wir entschieden uns für eien Kombilösung: Karlsplatz und […]

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