Archive for the ‘Bürgerentscheid’ Category

Zugriffszahlen auf Websites während der Stadiondebatte

3. Februar 2015
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Zugriffszahlen auf sbamueller.de pro Woche

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Zugriffszahlen auf sbamueller.de pro Tag. Deutlicher Anstieg im Rahmen des Stadionwahlkampfs, besonders an Tagen an denen neue Artikel publiziert wurden. Artikel mit reisserischen Überschriften helfen auch.

Zwei Statistiken zum Zugriff auf meine Website sbamueller.de: Deutlich zu sehen, zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid stiegen die Zugriffe auf meine Website deutlich an. Da publizierte ich aus Wut gegenüber den Falschbehauptungen: Lügenplakate gegen das neue SC Stadion, das ist übrigens einer der Beiträge mit den höchsten Zugriffszahlen auf mein Blog. Der Beitrag mit den zweitweitesten Verbreitung ist: Kettenmail zum SC Stadion. Eigentlich habe ich bei dem nur auf eine Kettemail reagiert die mir in diesn Tagen zweimal zugegangen ist und deren Aussagen ich so nicht im Raum stehen lassen wollte.

Experimente auf Junges Freiburg

Daneben hatten wir auf der jungesfreiburg.org zwei kleine Experimente am laufen.

Auf den Plakaten waren jeweils die Links zu zwei Seiten platziert: /waehlen und /stadion.

Unsere Frage war, wie weit diese Links Menschen dazu bringen, auf die Seiten zu gehen und nicht direkt auf die jungesfreiburg.org. Also wie sich mit Plakaten Zugriffe steuern lassen.

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Zugriffsstatitstik auf jungesfreiburg.org/waehlen Im Grunde hat diese URL nix gebracht.

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Zugriffe auf die Gesammte Website jungesfreiburg.org

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Zugriffe auf die Website von Junges Freiburg jungesfreiburg.org im Gesamten pro Woche. Ab dem 6.1. hingen unsere Plakate.

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Zugriffstatistik auf jungesfreiburg.org/stadion

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Statistik pro Tag für jungesfreiburg.org/waehlen

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Zugriffs Statistik auf jungesfreiburg.org/stadion pro Tag

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Der Zugriff auf die Junges Freiburg Website direkt (also ohne irgendwelche /…) pro Woche. Deutlich zu sehen: in den zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid steigen Zugriffszahlen deutlich an. Der Außresiser in de Woche vom 15.12.2014 ist die neugestaltete Website.

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Zugriffe auf jungesfreiburg.org gesammt, pro Tag. Deutlich zu sehen: viele Menschen haben sich erst am Tag der Abstimmung informiert.

Fazit:

  • Von den Zugriffstatistiken scheint man ablesen zu können: Die letzten Zwei Wochen vor der Abstimmung sind wichtig, hier schien richtiger Wahlkampf zu herrschen mit intensiven Diskussionen und informatorischer Aktivität.
  • Die Menschen lassen sich über Links auf Websites kaum steuern. Sie gehen direkt auf die Hauptseite und von dort ggf. auf weitere Informationsangebote die dort gut sichtbar platziert sind.
  • für eine Verbreitung in sozialen Medien sind „reissereische“ Überschriften und das platzieren über eine eigene Facebookseite wichtig.
  • Während eines Wahlkampfs muß eine Seite regelmäßig mit neuen Artikeln und Beiträgen gepflegt werden.
  • Für mein Bloggen habe ich viel positive Rückmeldung bekommen und denke ich werde das auch fortsetzen.
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Stadiongegner: Die Meisterspieler mit der Angst

30. Januar 2015

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Man hätte es nicht gedacht. Normalerweise wirft man ja den Parteien und Politikern vor: Sie bewerfen sich mit Dreck und führen schmutzige Wahlkämpfe, es werde nicht über Inhalte gesprochen sondern die Bürger verunsichert oder mit der Angst und Emotionen der Bürger gespielt.

Aber das was nun im Wahlkampf um den Standort und die Finanzierung des neuen SC Stadions betrifft, scheint nun eine der Bürgerinitativen dagegen – vom Layout her die der Flieger – richtig dreckig zu werden. Nach dem Aufhängen von Plakaten mit irreführenden Zahlen auf denen man versuchte den Eindruck zu erwecken der Rettungshubschrauber sei in Gefahr, Ständen auf denen so getan wurde, als ob man vom SC wäre (mit Schaals) und einer Kettenmail mit vielen seltsamen Behauptungen, kommt nun die Steigerung. Nun man könnte eine Flyer auf dem irgendwelche Zahlen zusammengeschmissen werden seltsam und komisch finden. Aber warum muß man auf einem Flyer behaupten, dass wenn das Stadion gebaut wird, dass dann die Mieten bei der Stadtbau steigen werden?

Schon eine interessante Argumentation für eine Gruppe von Menschen, mit einem der sicherlich teuersten Hobbies, die man in Freiburg ausüben kann. Und zudem auch eine weit hergeholte: Wohnen ist in Freiburg teuer, weil hier viele herziehen. Ungefähr 1000 Menschen pro Jahr. Das hat mit der guten Entwicklung der Wirtschaft und den vielen Arbeitsplätzen zu tun die jedes Jahr geschaffen werden. (Ist ja auch schön in einer Region zu leben, in der es genug Arbeitsplätze für die Menschen gibt, oder?)

Wenn nun das Stadion teuerer wird – was übrigens der SC zu zahlen hätte – und wenn dann die Stadt mehr zahlen müßte – was unwahrscheinlich ist, weil ja bereits 10% Kostenpuffer in der Planungen drin ist – dann würde dass die Stadt zahlen. Die Stadtbau hat damit nix zu tun. Die Stadtbau hat auch noch nie Gewinn an die Stadt abgeführt, sondern dieser wird jedes Jahr für den Bau neuer Wohnungen verwendet. Leider ist auch das Problem genügend Flächen zu finden (auf der Fläche des Stadions kann man wegen der Nähe zum Flugplatz übrigens keine Wohnungen bauen)

Das ganze ist also ein billiges Manöver um Angst und Emotionen zu schüren. Oder wie die Person, welche mir ihn empört zuschickte schreibt: „Der Flyer wurde gezielt heute und gezielt nur an Haushalte der Stadtbau verteilt. Damals hatten die Leute wirklich Angst um ihr Zuhause. Dass der Kalinich jetzt auf die Ängste anspielt und den Leuten nichtmal die Zeit gibt, nachzudenken, ist einfach ne riesen Sauerei und in derart dreckig…“ 

zur wirtschaftlichen Situation des SC

30. Januar 2015

Es gibt ja immer wieder Diskussionen um die wirtschaftliche Situation des SC. Nun kann man einfach mal beim SC Fragen wie denn die wirtschaftliche Situation aussieht. Auf meine Email mit Fragen hat mir Henri Breit, der Vorsitzende des Aufsichtsrats geantwortet:

„In der Zweitligasaison 2005/2006 erzielte der Sport-Club Freiburg e.V. Gesamterlöse von rd. 17 Mio. €, die kontinuierlich bis zur Aufstiegssaison 2008/2009 auf rd. 24 Mio. € gesteigert werden konnten.

 In allen 4 Spielzeiten in der 2. Liga belief sich das Gesamtdefizit auf rd. 2,3 Mio. €. Dieses 4-Jahres-Zweitliga-Defizit war vollständig gedeckt aus nicht angefallenen Jahresleistungsprämien (Nichtabstiegsprämien) und geringeren Punktprämien in der Abstiegssaison 2004/2005 und waren für den Wiederaufstieg einer entsprechenden Rücklage zugeführt worden.

WP_20150118_17_25_59_ProDie erste Saison nach dem Wiederaufstieg brachte Gesamterlöse von rd. 32 Mio. €, die über 37 Mio. € in der Folgesaison, über jeweils 50 Mio. € in den Spielzeiten 2011/2012 und 2012/2013 auf runde 70 Mio. € in der Saison 2013/2014 gesteigert werden konnten.

 In den ersten beiden Spielzeiten nach dem Wiederaufstieg belief sich der Jahresüberschuss kumulativ auf 4,8 Mio. € (zunächst 2,2 Mio. dann 2,6 Mio.), die für Infrastrukturmaßnahmen und Verstärkungen im Spielerkader überwiegend verwendet wurden. Wie von Ihnen zutreffend aus den Mitgliederversammlungen zitiert, belief sich sowohl 2011/2012 wie auch 2012/2013 der Jahresüberschuss auf jeweils 6,2 Mio. €, was uns in beiden Spielzeiten ermöglichte, einer neuen Stadionrücklage jeweils 5 Mio. € zuzuführen. Die Saison 2013/2014 (inklusive Gruppenphase Europa League) schließlich brachte den herausragenden Jahresüberschuss von 12,3 Mio. €, wovon wir wiederum 5 Mio. € der Stadionrücklage zuführten. Parallel haben wir bekanntlich 2 für den Sport-Club Freiburg sehr große Spielertransfers getätigt (Darida, Mehmedi) und hierfür große Teile des Jahresüberschusses verwendet.

 Zu keinem Zeitpunkt in allen Erstligajahren haben wir einen immer wieder möglichen Abstieg vergessen, sondern stets für finanziell schwierigere Tage Teilbeträge der erwirtschafteten Überschüsse zurückgelegt (Zweitligarücklage).

Es ist zutreffend, dass wir seit dem ersten Aufstieg in die Bundesliga nie ein negatives Eigenkapital abzubilden hatten; in allen Erstligajahren haben wir Überschüsse erzielt, in allen Zweitligajahren konnten anfallende Jahresdefizite aus vorher gebildeten Rücklagen abgedeckt werden (ohne diese zu irgendeinem Zeitpunkt aufgebraucht zu haben).“

Vielleicht hilft das ja die Diskussion ein wenig zu versachlichen und auch mit Fakten anzureicheren.

 

FAQ: Finanzen noch mehr Fragen…

27. Januar 2015

Frage

Laut dem Flyer von “die Initiative Transparenz”  https://sbamueller.files.wordpress.com/2015/01/r0qa0-e1421661682398.jpeg heißt es, “wie viel Geld wird die Stadt bezahlen müssen, wenn keine oder nur wenige Logen und VIP Plätze besetzt werden und der SC in der 2. Bundesliga spielt?”

Antwort:

Der SC bezahlt über seine Pacht die Tilgung des Stadions. Also kostet es die Stadt nix.

Frage:

Laut Freiburg Lebenswert http://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/finanzierung/ heißt es, dass durch die “hohe Verschuldung” (die die Stadt wegen des Stadions aufnehmen müsse) “die Kreditwürdigkeit der Stadt leiden wird!”. Was hat das für Folgen?

Antwort:

Die Stadt nimmt keine Schulden auf, sondern die Objektträgergesellschaft, die das neue Stadion baut. Die Behauptung ist einfach so erfunden. In den letzten acht Jahren sind rund 100 Millionen Schulden der Stadt abgebaut worden, von ehemals rund 300 Mio € Schulden auf 200 Mio €.

Frage:
Wieso verschenkt die Stadt Freiburg 10 Hektar Grünfläche und spricht nicht darüber in der Kostenkalkulation?

Antwort:

Weil die Fläche bisher kein nutzbares Land ist: Neben einem Flugplatz hätte man z.B. keine Wohnungen bauen können. Daher ist das Grundstück, welches gepflegt und unterhalten werden muss, im Grunde nix wert sondern eher ein Kostenfaktor.

Frage:

Was passiert, wenn die Zinsen in den kommenden Jahren steigen werden?

Antwort:

Das kommt auf den Kreditvertrag an, den die Objektträgergesellschaft abschließt, insgesamt kann man aber sagen, dass Kommunalkredite derzeit extrem billig sind. In der Finanzkalkulation ist mit einem hohen Zins gerechnet. Puffer besteht also.

Frage:

Warum nimmt die Stadt soviel Geld dafür in die Hand, macht aber zu wenig für neuen Wohnraum?

Antwort:

Die Wohnungsproblematik hängt nicht an städtischen Investitionen, sondern an der Verfügbarkeit von Flächen. Wenn man derzeit eine Fläche hat, dann wird die auch bebaut, dafür gibt es genug private und öffentliche Investoren.

Frage:

Auf der Seite von Freiburg Lebenswert heißt es jetzt, dass das Stadion den Freiburger Bürger 103 Mio € kostet – ganz anders als von der Stadt immer mit 38 Mio € proklamiert?

Antwort:

Zusätzlich zur Infrastruktur – wie in jedem Wohngebiet oder Gewerbegebiet – übernimmt die Stadt eine Bürgschaft für 80% des Kredits, den die Objektträgergesellschaft, welche der Stadt und dem SC gehören aufnimmt. Sollte der SC sofort nach der Fertigstellung Pleite gehen und nix mehr Zahlen (was schon seeeeeehr unwahrscheinlich wäre), dann müsste die Stadt 80% von 26,2 Millionen Euro bezahlen (bzw. die Raten für den Kredit in der Objektträgergesellschaft) also etwa 21 Mio Euro und die Kosten für die Infrastruktur welche mit 38 Mio Euro geplant werden bezahlen. Das sind im aller schlimmsten Fall also 59 Mio EUR. Aber da der SC ziemlich sicher nicht pleite gehen wird, kostet das Stadion die Freiburger Bürger 38 Mio €. Die Bürger des Landes kostet es 17,5 Mio €.
Beides sind Investitionen für Jahrzehnte – um mal eine Größeneinordnung zu geben.

Freiburg Lebenswert rechnet die Kosten für den Kredit der Objektträgergesellschaft zweimal: einmal bei der Aufnahme und einmal bei der Tilgung.

Auch rechnen sie Förderungen vom Land (17,5 Mio €) und einem Investor (Rothaus) mit ein. Der Investor bekommt aber eine Gegenleistung für sein Geld.

Frage:

Laut Freiburg Lebenswert http://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/politische-verantwortung/ heißt es, “Außerdem hat die EU-Kommission klargestellt, dass die finanzielle Unterstützung von Profifußballvereinen rechtswidrig ist. […] Wenn die EU-Kommission die Finanzierung des SC-Stadions untersucht und zu dem Ergebnis kommt, dass die Schaffung der Infrastruktur und die Übernahme der Bürgschaft eine rechtswidrige Beihilfe darstellt, bricht das ganze sogenannte Finanzierungskonzept wie ein Kartenhaus zusammen: Im worst case ist der SC Freiburg danach insolvent und die

Stadt Freiburg hat ein Stadion, das niemand wirklich braucht.”
Wieso unterstützt die Stadt den Profifußball, wenn es doch rechtlich vermutlich verboten ist?

Antwort:

Die beihilferechtlichen Vorschriften der EU werden eingehalten, weil der SC Freiburg eine hohe Eigenbeteiligung einbringt. Der Sportökonom Luca Rebeggiani (Hannover) sagte am 15. Januar in Freiburg: „Die 15 bis 20 Millionen, die der SC aus der eigenen Tasche einbringen wird, sind eine relativ große Summe: Das könnten viele andere Vereine so nicht machen.“ Insgesamt bescheinigte er dem Stadionprojekt eine Seriösität und Transparenz, die er von Projekten aus anderen Städten nicht gewohnt ist.

Siehe dazu auch: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/wie-bewertet-ein-experte-die-stadionfinanzierung–99101524.html

Frage:

Laut Freiburg Lebenswert http://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/politische-verantwortung/ heißt es, “Der SC Freiburg legt seine finanziellen Verhältnisse nicht offen, weder die Stadt Freiburg noch der Gemeinderat kennen diese. Der SC Freiburg legt noch nicht einmal die genauen Zuschauerzahlen und die sich daraus ergebenden Einnahmen offen. Über Sicherheiten verliert das sogenannte Finanzierungskonzept kein einziges Wort.” und “Es gibt keinen Tilgungsplan, es gibt keine best-case oder worst-case Szenarien für die sportlichen Erfolge des SC Freiburg und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Einnahmen des SC Freiburg.”
Das klingt nicht seriös seitens der Stadt und des Sport Clubs.

Antwort:

Das Finanzierungs- und Betriebskonzept für das neue Stadion wurde von Fachleuten aus Wirtschaft und Recht entworfen und durch externe Gutachter überprüft. Das Konzept ist korrekt und nicht zu beanstanden. Eine Beschwerde der Stadiongegner beim Regierungspräsidium wurde als unbegründet zurückgewiesen.

Der SC hat sich einem externen Rating unterzogen.

Der Sportclub hat der Stadtverwaltung Einblick in seine Finanzen gegeben. Öffentlich hat er sie nicht gemacht, dennoch kann man mit ein wenig Recherche Einblick in die Finanzen erhalten:

“Wie der Klub auf der Jahreshauptversammlung am Montagabend mitteilte, wurde wie schon in der Saison 2012/13 ein Umsatz von 50 Millionen Euro erzielt. (…) Der Überschuss betrug 6,2 Millionen Euro, davon werden fünf Millionen für den geplanten Stadionneubau zurückgelegt.“ so etwa goal.com

“seit 1989/1990 wurde kein Euro Verlust gemacht. Es gab Jahr für Jahr Überschüsse

Seit dem ersten Aufstieg 1993 bezahlte der SC folgende Gelder in die öffentlichen Kassen:

110 Millionen Umsatzsteuer

80 Millionen Lohnsteuer

18 Millionen Körperschaftssteuer

14 Millionen Gewerbe- und Grundsteuer”  siehe:  https://www.facebook.com/NordtribueneOrg/photos/a.516526701719205.118021.428815347157008/800797353292137/?type=1

Das sind damit 222 Mio € Steuern, mehr als eine Million im Schnitt pro Jahr.

Frage:

Laut Freiburg Lebenswert http://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/politische-verantwortung/ heißt es, “Ihr entscheidet nur, ob das sogenannte Finanzierungskonzept eine Grundlage für den Neubau des Stadions sein soll. Das ist wie ein Blanko-Scheck, denn eine Grundlage ist dieses sogenannte Finanzierungskonzept auch dann, wenn sich die Kosten auf der Grundlage eines Konzepts verdoppeln.”

Wieso sollte ich als Bürgerin/Bürger dem SC einen Blanko-Scheck ausstellen?

Antwort:

Das verlangt keiner. Die Bürger entscheiden über das in der Gemeinderatsdrucksache vorgelegte konkrete Finanzierungskonzept. In diesem sind schon 10% Risikopuffer vorhanden.

Das einzige Risiko ist  ein Abstieg in die 3. Liga, weil dann die wirtschaftliche Lage des SC nicht mehr ausreicht, um die Finanzierung zu gewährleisten. Das bedeutet: Ein neuer Pachtvertrag, um die Finanzierung zu strecken. Der Sportclub spielt im 37. Jahr ununterbrochen in der 1. oder 2. Liga, davon 16 Jahre in der 1.Liga!

FAQ: Warum braucht der SC ein neues Stadion?

26. Januar 2015

Frage:

Freiburg Lebenswert schreibt auf ihrer Homepage:
http://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/liga-tauglichkeit/
“Fazit: So gravierend wie vom SC dargestellt, ist das Thema Spielfeldlänge nicht.”

Selbst der Pressesprecher Raschke hätte gesagt, dass bei der Lizenzierung für die Europaleague das Thema Spielfeldlänge gar keines war.
Ist das Thema Spielfeldlänge nun ein Problem oder nicht?

Antwort:

Das Schwarzwaldstadion ist zu klein und weist technische und bauliche Mängel auf. Es kann wegen eines gerichtlichen Vergleichs nicht umgebaut oder erweitert werden. Mehr als 25.000 Plätze sind nicht möglich.

Dazu sagt der Sprecher der Deutschen Fußball Liga, der auch die Stadien lizenziert, laut Badischer Zeitung: “Das aktuelle Schwarzwaldstadion erfülle noch nicht einmal die aktuellen Bedingungen, zum Beispiel für die Medienarbeitsplätze oder für das Spielfeld. (…) Da liegen viele Dinge im Argen“, sagte Seifert” http://www.badische-zeitung.de/freiburg/dfl-chef-ohne-neues-stadion-hat-der-sc-keine-zukunft–99485324.html

Frage:

Laut Freiburg Lebenswert http://freiburg-lebenswert.de/sc-stadion/argumente-fakten/standort/ heißt es, “da es in Freiburg bereits ein großes, funktionierendes und mit öffentlichen Mitteln finanziertes Bundesligastadion gibt” gehöre es nicht zur drängenden Aufgabe der Stadt einen Profifußballclub zu unterstützen. Warum braucht der SC ein neues Stadion, wenn der Club damit in der Bundesliga spielen kann? Bzw warum soll die Stadt eine Luxusarena bezahlen?

Antwort:

Der Zuschauerschnitt in der Deutschen Bundesliga liegt bei rund 45’000 Zuschauern, in das Freiburger Stadion gehen im Durchschnitt 23’234 Zuschauer (Zahlen von 2011/12 und 2012/2013). Nur auf Schalke, Dortmund und in München hat es eine höhere Auslastung der Stadien in Deutschland. Mit einem nur halbvollen neuen Stadion kann also nicht gerechnet werden.

Christian Seifert, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball-Liga (DFL), „So gut kann Christian Streich nicht trainieren und Präsident Fritz Keller nicht wirtschaften, um das [ die Differenz von rund 21’000 Zuschauern zu anderen Stadien] auszugleichen“.
Das Stadion ist auch keine Luxusarena, sondern ein notwendiges Stadion. Das jetzige Stadion ist zu kurz, fällt auf die 100m 1,50 Meter ab, hat keine ausreichenden Bedingungen für die Presse, hat Sichtbehinderungen für viele Zuschauerplätze, Rettungsfahrzeuge haben Schwierigkeiten bei den Zufahrtswegen, Menschen mit Behinderung haben zu wenige und nur unüberdachte (also nicht regensichere) Plätze, der Gästeblock ist zu klein und eingeschränkt in der Sicht und vieles mehr.
Der Club wird auf lange Sicht nicht in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen können, denn das Lizenzierungsverfahren fordert vom Sportclub Bemühungen um Verbesserung der Situation (sprich neues Stadion), ansonsten würden die Ausnahmegenehmigungen für den aktuellen Standort nicht mehr gegeben werden. Das hat Christian Seifert klar formuliert.
Von einem funktionierenden Stadion kann also nicht wirklich die Rede sein.
Da der SC Freiburg eines der großen Aushängeschilder der Stadt ist und eine große Stadt wie Freiburg mehrere kulturelle Felder abdecken möchte, gehört es dazu, dass die Stadt in ihrem Rahmen eines der Markenzeichen der Stadt unterstützt. Um einen Vergleich zu anderen Kosten zu bekommen: Zwei Jahre des Etats des Theaters der Stadt Freiburg würden ausreichen um die Infrastrukturkosten in Höhe von 38 Mio € für das neue Stadion zu bezahlen.