Archive for the ‘Freiburg’ Category

Noch keine Geschenke?

6. Dezember 2019

Aus meiner Sicht als Technikbastelbegeisterter kann ich zu folgenden Geschenken raten:

Selbstgebauter TTN Geigerzähler

Wer schon immer wegen Fessenheim und Radon messen wollte wie Radioaktiv alles gerade ist, der kann sich selbst einen Geigerzähler basteln am 14.12. ca 15:00 – 19:00 in Freiburg, Im Chaos Computer Club, Adlerstraße im Grün. 75 EUR.

The Things Industries Indoor Gateway

Das Indoor-Gateway Things Industries 868 MHz wurde als vollständig konformes, kostengünstiges LoRaWAN-Gateway mit WLAN als Backhaul entwickelt. Er wird mit einem Wandstecker geliefert und kann über USB-C auf 900 mA betrieben werden, wodurch das Gateway selbst für Anwendungen geeignet ist, die eine dynamische Abdeckung erfordern.
85,08 €: bei: RS Online

Selbstgebauter Feinstaubsensor

beim ersten Sensorbasteln

Fast schon der Klassiker unter den Technikbastel Weihnachtsgeschenken. Im Zündstoff in der Moltkestraße kann man noch Teile kaufen. ca 45 EUR Stück.

Balkonsolaranlage

Wer etwas fürs Klima tun will und Geld sparen, dem sei doch als Geschenk eine Balkonsolaranlage angeraten. Die ist zwar so groß, dass sie nicht wirklich unter den Weihnachtsbaum passt, aber warum nicht. Ich habe eine Anlage von Volxpower. Ab 300 EUR.

Oder eine Sensebox Mini?

Ein Jahr Balkonsolar

3. Dezember 2019

Zum Geburtstag 2018 bekam ich von meinen Eltern eine Balkonsolaranlage geschenkt. Die steht nun ein Jahr, zunächst mehr oder weniger schräg auf der Terasse und seit einiger Zeit liegt sie fast flach auf dem Dach.

Mit meiner Fritz.Box und einer FRITZ!DECT 210 schaltbaren Steckdose überwache ich die Erzeugung, das Gerät schreibt zwar Verbrauch, aber es handelt sich um die Erzeugung. Deutlich zu sehen in der Grafik: Ab Mai hatten wir das Panel aufs Dach gelegt und im Juli den meisten Strom erzeugt.

so schön liegt es da und erzeugt fleissig Strom.

Bisher sind das insgesammt: 225,12 kWh. Im Durchschnitt verbraucht in Deutschland ein Haushalt mit zwei Personen 3.000 kWh/Jahr. Meine Eltern sind eher sparsam und hatten 2018 einen Verbrauch von 2.046 kWh. Daher sie haben etwas mehr 1/10 ihres Stromverbrauchs, durch diese Anlage abgedeckt. Meine Fritz.box berechnet mir, das ich pro Jahr 61,17 EUR sparen würde, wenn ich im Jahr 244,692 kWh erzeuge. Berechnet habe ich das mit Stromkosten von 25 Cent / kWh, das ist ungefähr das wir zusammen mit Stromsteuer und MwSt. für den Ökostrom24 online bezahlen.

Rein rechnerisch hätte sich dann unsere Anlage im 6. Jahr gelohnt (Kosten für die Verbrauchsmessung und zustätzliche Kabel nicht eingerechnet, dann wäre es erst im 8. Jahr der Fall).

CO2 Sparen wir nominell erstmal keines, weil wir ja sowieso schon Ökostrom haben, der CO2 und Atommüllfrei erzeugt wird.

Einziges Manko: Da unser Netzbetreiber die BN Netze noch immer, verlangt ein 8 Seiten Formular auszufüllen, habe ich die Anlage bisher nicht offiziell registrieren lassen.

http://balkon.solar

Mehr Informationen zu Balkonsolar in Freiburg & Umgebung

Die Stadt Freiburg fördert seit 01.09.2019 die mit Wieland Stecker angeschlossenen Geräte, die die VDE-Norm erfüllen, mit einem Zuschuss von 200 €, daher ich kam leider nicht in den Genuss dieser Förderung, aber sie können das! (Einfach unten den Punkt 3.6. aufklappen)

Die Energieagentur Freiburg hat nun auch ein Infoblatt mit zahlreichen Hinweisen zu Balkonsolar Anlagen in Freiburg online gestellt. Gibt es demnächst auch als Flyer.

Anti-5G-Amulette

15. November 2019
Anti-5G-Amuellte direkt aus dem 3-D-Drucker!

Am Mittwoch Abend war ich bei der Einwohnerversammlung, die die 5G Gegner erzwungen haben. Vorher schickte mir Moritz Bross noch die von ihm erstellten Anti-5G-Amulette für den 3-D-Drucker zu. Gerne habe ich ihm welche ausgedruckt. (Datei auf Thingiverse)

Eines gab ich auf der Bürgerversammlung dem Freiburger Physiklehrer Dr. Patrick Bronner, der es gleich in einer Unterrichtsstunde mit dem Thema Elektromagnetische Strahlung Meßen verwendete:

„In der Stadt Freiburg gibt es ein Geschäft, das eine weitere Möglichkeit zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung anbietet: Sticker der Marke „E-Smog frei“ (…) Die Schülerinnen und Schüler des Physikkurses waren sehr skeptisch und kauften sich einen „E-Smog frei“ Sticker zum Sonderpreis von nur 20€ (…) Eine Abschirmung des Magnetfeldes durch den Sticker konnte weder im niederfrequenten noch im hochfrequenten Bereich nachgewiesen werden.“

Siehe: Experiment: Produkttest: Plakette „E Smog frei“

Das ganze wäre nicht so lustig, wenn es einen traurigen Hintergrund hätte. Viele der 5G Gegner behaupten, sie organisierten die ganzen Veranstaltungen, Mahnwachen, etc. … ehrenamtlich. Das glaube ich ihnen auch. Ich glaube ihnen auch, das sie wirklich Angst haben. Aber es gibt in diesem Umfeld auch immer wieder Menschen, die damit Geld verdienen. Teils mit Büchern, Zeitschriften, „Studien“, Vorträgen oder eben noch estorerischer „5G-Detox-Globuli“, „Anti-5G-Yoga“ oder ähnlichem.

Bestes Beispiel eben ein Chip der Strahlung umwandelt. Oder so.

Quelle: Moritz Bross.

Moritz Bross war dann noch so engagiert, einen Flyer zu erstellen. Der ähnlich wie die Flugschriften der 5G-Gegener, häufig, nicht bei allen, neben kruden Bemerkungen, auch noch haufenweise Schreibfehler enthält, also durchaus authentisch ist.

Wer übrigens mehr über meine Besuche bei Veranstaltungen der 5G-Gegner erfahren will, dem empfehle ich diese Artikel auf meinem Blog.

Bürgerversammlung 5G in Freiburg

14. November 2019
Video der gesammten Einwohnerversammlung zu 5G, Quelle Stadt Freiburg. Es lohnt sich das ganze anzuschauen und nicht nur auf die Argumente zu achten, sondern auch auf den Stil.

Nachdem die 5G Gegner in Freiburg genug Unterschriften hatten, mußte die Stadtverwaltung eine Bürgerversammlung durchführen. Allerdings bedeutet es nicht, dass ausschließlich die Antragsteller zu Wort kommen, auch die Stadtverwaltung darf sich äußern.

Das lief dann so: Erst gab es eine Einführung in die 5G Technik, durch Prof. Dr. Karsten Buse, Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM.

Folie von Dr. Karsten Buse, zur Einführung. Ganz deutlich ein Aspekt der mir bisher nicht bekannt war: Durch 5G brauchen wir 1/10 der Energie um die gleiche Datenmenge zu übertragen wie bei LTE. Screenshot aus dem Stream der Stadt Freiburg.

Darauf sprach 35 minuten plus 5 minuten durch Überziehung das Aktionsbündnis „Freiburg 5G-frei“. Für diese zunächst mal Dr. med. Wolf Bergmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, der erstmal 4:30 min brauchte um zu begrüßen, sich zu bedanken und auf irgendwelche Termine hinzuweisen. Wolf Bergmann machte in einer etwas schwurbeligen Art und Weise Mobilfunk quasi für alle Krankheiten verantwortlich, bis hin zum Krebs. Außerdem führe er zu mehr Konsum und Stress.

Rhetorisch deutlich besser und klarer, war dann aber Jörn Gutbier, Architekt und Baubiologe, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Stadtrat von Herrenberg und diverser Anti-Handy und Anti-Medien im Unterricht Vereine. Der konnte immerhin klar formulieren und seine Beiträge wurden immer wiever von Applaus unterbrocen und am Ende mit standing ovations bedacht. Ein Großteil des Beitrages waren eigentlich auch eher Suggestivfragen, als Aussagen, was ja recht geschickt gemacht ist. Außerdem zitirte er wohl die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz aus dem Zusammenhang und „kritisierte“ die Zusammensetzung von Gremien, die die Grenzwerte festlegen.

In seiner Einleitung verwies Dr. Karsten Buse auf autonomes Fahren als eine der Anwendungen für 5G und die große Wahrscheinlichkeit, dass dadurch die Unfallzahlen deutlich zurück gehen würden. Überschlägig berechnet, sei dies etwa ein Unfalltoter pro Jahr in Freiburg weniger. Sicherlich hat so eine Rechnung viele fragwürdige Parameter. Krass war aber dann wie Jörn Gutbier das vom Tisch wischte.

Letzer Redner war Tjark Vogts von ISES e.V., er warnte vor dem frühen Mediengebrauch, bezog sich auf Manfred Spitzer (der ja mit seinen Thesen auch hochumstritten ist, um es jetzt mal nett zu formulieren) und die BLIKK Studie. Außerdem kursierten Kinderpornos auf Schülerhandies und Kriegsspiele auf großen Bildschirmen. All das sei ganz schlimm, habe aber jetzt nix direkt mit 5G zu tun.

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TTN Geigerzähler und Messnetz bauen

3. November 2019

14.12. ca 15:00 – 19:00 in Freiburg
Im Chaos Computer Club, Adlerstraße im Grün.

Warum Geigerzähler, wozu messen wir Radioaktivität?
Gerade in Süddeutschland gibt es jede Menge AKWs: Allein an der Schweizer Grenze stehen drei, die EDF betreibt immer noch Fessenheim. Auch wenn sie schon zum x-ten Mal, dessen Abschaltung angekündigt hat.

Natürlich messen die Behörden auch. Wir sagen dazu: Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist auch nicht schlecht. Neben angereichertem Uran in Brennstäben gibt es gibt es außerdem noch andere strahlende Elemente und Verbindungen.

Aktuelle Geräte sind entweder wenig empfindlich oder teuer. Darum bauen wir einen DIY-Multigeiger, der ein hochwertiges Geiger-Müller-Zählrohr besitzt und gleichzeitig kostengünstig ist.

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