Archive for the ‘Freiburg’ Category

CO2 Ampeln basteln 


13. September 2020

so sieht das CO2 Meßgerät aus

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt in Schulen CO2-Ampeln bzw. -Messgeräte:
„Tipp: CO2-Ampeln oder Messgeräte zur Bestimmung der CO2-Konzentration in der Luft in Klassenräumen einsetzen; die max. CO2- Konzentration darf 1.000 ppm nicht über- schreiten; in der Zeit der Epidemie ist ein Zielwert von 700 ppm anzustreben.“

Auch das Bundesumweltamt empfiehlt dies und weißt darauf hin:
„Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren (…) In Räumen mit hoher Personenbelegung, wie z. B. Schulen, können sogenannte CO2-Ampeln als grober Anhaltspunkt für gute oder schlechte Lüftung dienen. Kohlendioxid (CO2) gilt seit langem als guter Indikator für den Luftwechsel, eine CO2-Konzentration von höchstens 1000 ppm (0,1 Vol-%) zeigt unter normalen Bedingungen einen hygienisch ausreichenden Luftwechsel an. CO2-Ampeln können somit einen raschen und einfachen Hinweis liefern, ob und wann Lüftung notwendig ist. (…) Umgekehrt weisen aber CO2- Konzentrationen deutlich oder dauerhaft größer als 1000 ppm in Schulen, aber auch in Büros und Privathaushalten, auf ein unzureichendes Lüftungsmanagement mit potenziell erhöhtem Infektionsrisiko hin.“

Vor diesem Hintergrund bietet Sebastian Müller am 24.9.2020 von 17:00 – 19:00 im Innenhof des Chaos Computer Club einen Workshop zum Basteln von CO2 Ampeln an.

Der Sensor

„Wir verwenden einen CO2 Sensor des Schweizer Herstellers Sensirion und die Ocotopus Platine von Guido Burger. Diese Platine kann mit einer grafischen Oberfläche programmiert werden, so dass auch Menschen ohne Kenntnisse von Programmiersprachen ein eigenes Program, zugeschnitten auf ihre Bedürfnisse entwickeln können“, erklärt Sebastian Müller.

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Warum ich diesen Samstag nicht mit „Freies Mikrofon Freiburg“ diskutiere

8. August 2020

Vor 2 Wochen gab es eine Diskussion zwischen mir und Anmeldern der „Freies Mikrofon Freiburg“ (FMF) Kundgebung auf dem Münsterplatz.

Screenshot vom YouTube Kanal „Profiteam“ – einem Angebot das live zahlreiche rechte Demonstrationen streamt. Quelle: https://youtu.be/O9hhyMwvjQw).

Auf der Kundgebung am 11.07.2020 kam schon ein älterer Herr, Typ Rentner auf Ausflug und hat das Mikro ergriffen und Antwort gegeben, so wie halt ein normaler Mensch, der nicht alles sehr verzerrt sieht, Antwort gibt. Am Samstag 25.07.2020 platze mir der Kragen und ich habe selbst auch Antwort gegeben. (Nachzusehen auf dem rechten YouTube Kanal https://youtu.be/O9hhyMwvjQw).

Daraus ergab sich dann mit dem Veranstalter eine Diskussion und die Einladung wieder zu diskutieren. Ich bat an am Samstag 8.8.2020 zu diskutieren. Allerdings kam erst gestern eine E-Mail des Veranstalters, so dass erst der 22.8. denkbar wäre, da ich vorher beruflich verhindert bin.

Allerdings gibt aus meiner Sicht für so eine Diskussion Bedingungen und klare Regeln: Etwa einer neutralen Moderation, ein vorher vereinbarten Ablauf des Gesprächs, Eingrenzung der Themen bzw. Des Themas.

Der Veranstalter bat mir an auch vorher einen Artikel zuzusenden, der Grundlage der Diskussion sein solle. Als Moderation schlug der Veranstalter einen Polizisten vor – das halte ich aufgrund der Rolle, die die Polizei bei einer solchen Veranstaltung einnehmen muß für eher schwierig – daher war mein Vorschlage ein Freiburger Moderator, etwa Thomas Uhlendahl oder Michael Wehner, den Leiter der LpB.

Trotzdem wollte Herr Hochulli, Leiter des Revier Nord, sogar prüfen ob die Polizei moderieren kann.

Warum diskutieren?

Seit es die „Freies Mikrofon Freiburg“ Kundgebungen gibt, gibt es auch Störaktionen und Gegenkundgebungen. Das ist aus meiner Sicht sehr berechtigt, denn auf den FMF Kundgebungen wurden von den Redner*innen – aus meiner Sicht – rassistische, menschenverachtende Inhalte, Verschwörungstheorien, Reichsbürgerquatsch und auch rechtsextreme Aussagen zum besten gegeben und unser Staat und die Freiheitlich Demokratische Grundordung verächtlich gemacht.

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Videoreihe „Resilienz in Freiburg“ für nur 2.353 Netto

6. August 2020

Seit einiger Zeit sorgt eine Videoreihe der FWTM für ein wenig Kopfschütteln. Manuel Fritsch im Münstereck Kommentar der Badischen Zeitung: „Während Gastronomen kurz vor der Pleite stehen, der städtische Haushalt implodiert und Veranstalter sich das unverändert teure Konzerthaus (Vermieterin: die FWTM!) nicht mehr leisten können, weist sie kreativ den Weg aus der Krise: mit Videoimpulsen.

Diese Videoreihe wäre Aufmerksamkeitsfrei gebliebeben – immerhin hatte das Video in dem Martin Horn ohne Inhalt 7:51 aus mindestens zwei Perspektiven beim Reden über Nachhaltigkeit gefilmt wird – seit es online gestellt wurde 612 Zugriffe, das ist dabei noch das Video mit den meisten Clicks. Der ganze Resilienz Channel hat immerhin 8 Abonenten. Zum Vergleich, Freiburgs AfD Rechtsaußen Dubravko Mandic hat auf seinem Kanal 5200 Abos.

Ich wollte daher von der Stadtverwaltung, bzw. der FWTM wissen, was das ganze kostet. Laut Antwortschreiben auf meine LIFG Anfrage, bei fragdenstaat.de 2.353 EUR. Hätten wir das also auch geklärt.

Vielleicht sollte man nochmal etwas Geld in die Hand für eine Konzept- und Strategieberatung in die Hand nehmen.

Auf in den Landtag

16. Juli 2020

Digitalisierung, Klimaschutz, Kinder- und Jugendbeteiligung, Solidarität und sozialer Zusammenhalt alles das sind große Worte, uns für diese Werte einzusetzen, wird uns aber nur im Konkreten gelingen.

Ich will kämpfen
  • Ich will kämpfen, für ein Schulsystem, das Kinder nicht dazu zwingt morgens um 5:30 aufzustehen um einen Bus um 6:08 zu erreichen, damit sie rechtzeitig in der Schule sind. Für viele Familien wäre das eine morgendliche Entlastung.
  • Ich will kämpfen, das wir beim Digitalisierungsschub der sich gerade an unseren Schulen vollzieht Quelloffene Software ankommt und wir nicht noch abgehängiger von großen amerikanischen Konzernen werden. Deshalb sollte der Grundsatz „Public Money Public Code“, so wie bei der Corona-Warn-App für alle öffentliche Software gelten, besonders auch im kritischen Sicherheitsbereich bei Polizei und im Gesundheitswesen.
  • Ich will kämpfen für ein Windrad auf jedem Berg, ein Solargerät an jedem Balkon und eine Solaranlage auf jedem Dach. Dafür soll die Entscheidung für das Winbdkraftplanungsrecht weg von Kommunalverbänden und zum Landesumweltamt.
  • Ich will ein Baden-Württemberg, das nicht in 22 Verkehrsverbände mit über 100 Zonen für Monatskarten geteilt ist.
  • Ich will eine Öffi-App für das ganze Land, mit Carsharing, Leihrädern und allem was sonst noch fahren und man teilen kann.
  • Ich will dafür kämpfen, dass wir jedes Jahr soviel Geld für den Ausbau der Radwege ausgeben, wie für den Ausbau unserer Straßen. Über wenig werden sich die Autofahrer – beruflich bin ich das auch – mehr freuen, denn gut ausgebaute Radwege und attraktiver ÖPNV heißt leere Straßen.
  • Ich will dafür kämpfen, dass das Land endlich Rentenversicherungsbeiträge auf für in Haft geleistete Arbeitsentgelte bezahlt, damit für Menschen in Haft Freiheit, nicht Altersarmut bedeutet.

Menschen die mich kennen, wissen: Wenn ich für etwas kämpfe, dann kommt das auch. So wie die Parklets, der Stopp der Abholzung der 200 Bäume am Eugen-Keidel-Bad, der Gateway für ein offenes Netz für das Internet der Dinge auf der Schauinslandbergstation oder verbindliche Kinder- und Jugendbeteiligung.

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Die Corona App erklärt, im Interview mit dem Freiburger Wochenbericht.

17. Juni 2020

Der Freiburger Wochenbericht hat den Chaos Computer Club zur neuen Corona Warn App der Bundesregierung gefragt, ich habe auch mit viel Input von anderen Menschen im Club versucht die Fragen zu beantworten.

Für einen Laien kurz erklärt, wie funktioniert die neue Corona-App, die eine bessere Nachverfolgung der Infektionsketten möglich machen soll? Was verbirgt sich hinter dem vieldiskutierten „dezentralen Ansatz“?

Mein Smartphone strahlt in Abständen von 2,5 bis fünf Minuten via Bluetooth Low Energy zufällig erzeugte Krypto-Schlüssel aus. Quasi ein sich ständig änderndes verschlüsseltes Autokennzeichen. Andere Handys speichern dieses Kennzeichen und schätzen aufgrund der Signalstärke die ungefähre Entfernung. Werde  ich nun positiv auf eine COVID-19 Erkrankung getestet kann ich diese Information über die App an die anderen Nutzenden weitergeben. Das Handy lädt einmal am Tag die Liste der Corona positiven Kennzeichen herunter und vergleicht selbst ob es in letzter Zeit ein solches Kennzeichen gesehen hat.  Findet es eine solche Übereinstimmung, warnt es mich. Es gibt eben keine zentrale Liste, wer wen gesehen hat. Das Smartphone kann aber nicht wissen ob ich wirklich in Gefahr war oder nicht weil ich z.b. eine Maske trug, durch eine Glasscheibe oder Wand getrennt war, so genau geht es einfach technisch nicht. (Eine gute Visualisierung gibt es bei: https://corona-tracing.cryptool.org/

🍎 Corona Warn App für iPhones 🍎

🤖 Corona Warn App für Android Geräte 🤖

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