Posts Tagged ‘Digitalisierung’

#freiburghältzusammen – SoNaTe mehr als ein Soziales Netzwerk für Sozialarbeiter und Senioren?

9. Mai 2020

Seit einigen Tagen gibt es für Freiburg ein eigenes Soziales Netzwerk (https://freiburghaeltzusammen.de), das gestartet ist um eine Vernetzung in der Coronakrise zu ermöglichen, gerade auch für Menschen die sich (noch) nicht in den gänigen Netzwerken wie Facbook tummeln oder für die Messenger Dienste wie Telegramm – auch da gibt es Hilfgruppen – nichts ist.

Auch ich habe mich angemeldet, wollte aber mehr wissen. Deshalb habe ich einige Fragen an die Stadt gestellt, die mir am Freitag beantwortet wurden:

Eine App sei bisher zwar geplant, aber wegen Coronakrise verschoben. Natürlich kann man das Angebot dank responsivem Design auch auf dem Mobilgerät nutzen, aber Apps haben halt den Vorteil, das ich mich nicht einloggen muß. Gerade auch um junge Menschen zu erreichen wäre das sinnvoll.

Der große Vorteil wäre, das bei #freiburghältzusammen (#fhz) keine Daten kommerziell ausgewertet werden oder an Dritte weitergegeben oder verkauft. Das deutsche und europäische Datenschutzrecht wird wohl erfüllt. Nach dem Förderzeitraum soll der Quellcode in eine offene Lizenz überführt werden, allerdings wird über den Umfang der Veröffentlichung und die passenden Lizenzen derzeit noch beraten.

SoNaTe firmiert bereits als e.G. in Gründung (i.G.). Sobald die Gründung durch ist soll Prof. Dr. Klie als Institutsleiter von AGP Sozialforschung im FIVE e.V. mit Simon Jacobs von den IT-Strategen in Karlsruhe der neuen Genossenschaft vorstehen. Den Aufsichtsratsvorsitz hat Prof. Schindelhauer von der Universität Freiburg inne.

Sobald die Genossenschaft da sei, kann auch die Stadt oder andere regionale Körperschaften Mitglied werden. Moderiert wird der Content von SoNaTe. Richtigerweise stellen die Grünen selbst auch viele Anfragen, etwa nach der Meinungsfreiheit in einem städtisch oder kommunal betriebenen oder finanzierten sozialen Netzwerk oder auch nach der Selbstdarstellung der Stadt und ihrer Dienststellen.

Dann ist natürlich die Frage ob es Sinn macht in einer Krise ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen oder ob es nicht sinnvoll wäre oder ist, andere digitale Infrastruktur für Schulen oder andere Einrichtungen aufzubauen. Immerhin gibt es nun einen vorrübergehendne Projektleiter. drei Personen im Büro von Kirchbach, die neben dem Netzwerk auch das Hilfetelefon betreuen und beim DIGIT Amt ebenfalls drei Personen, die sich um Technik und Konzept kümmern. Daneben kamen noch zeitweise Personen aus anderen Ämtern hinzu und es wurde ein externes Büro beauftragt für Supportkonzeption, Videotutorials, Er- scheinungsbild und Social-Media-Werbung. Ingesamt wohl bis zu 120.000 EUR, die aus Umschichtungen des DIGIT und des Sozialdezernates und aus noch nicht verausgabten städtischen Fördermitteln des BMBF im Rahmen des Projektes SoNaTe kommen.

So sieht dann der Feed aus.

Mit Stand am 08.05., 18.50 Uhr hatte das Netzwerk 1.465 Nutzende bezogen in Freiburg, ich denke es werden langsam mehr, bei mir selbst sind es aber allerdings hauptsächlich Grüne, Senioren und Sozialarbeiter die ich kenne.

Bisher ist das ganze noch nicht so spannend, während für mich klar ist, dass ich die relevanten Infos und Neuigkeiten über twitter, zum Teil auch über Facebook und Instagram bekomme und auch auf diesen Kanälen als Person, aber auch für viele Projekte, sende, ist da halt noch nix los. Da bisher die Anwendung auch noch keine Möglichkeit eines Crosspostings bietet – daher mein nettes Instafoto wird direkt übernommen – muß man immer noch händisch beide Plattformen bespielen. Eine Öffnung der Plattform mit verschiedenen APIs ist aber angedacht und auch wohl gewünscht.

Wo nix los ist geht man nicht hin und wo man nicht hingeht ist auch nix los. Das kann sich natürlich auch ändern, aber das wird seine Zeit brauchen.

Neben meinen Fragen, lag der Verwaltung auch eine Anfrage der Grünen Stadtratsfraktion vor. Deren Antwort mir inzwischen auch vorliegt und hier am Ende des Artikel hochgeladen ist.

Ich will hier noch keine Wertung abgeben, sondern lediglich darstellen was der aktuelle Stand ist. Vielleicht ergibt sich ja daraus etwas sinnvolles, dafür müßen aber auch alle mitmachen.

Dokumente:

Mehr oder weniger CO2 / Stromverbrauch durch Videokonferenzen?

23. April 2020

Kleine Entgegnung auf den Leserbrief von Tja Voigts: https://www.badische-zeitung.de/wir-muessen-alle-massiv-auch-beim-indirekten-stromverbrauch-sparen–184851783.html

Telko

Um den enormen Strombedarf der offline Welt zu verstehen, muß man wissen, dass es auch um den Strombedarf der Benzinherstellung geht. So muß etwa Rohöl auf über 400 Grad erhitzt werden, um die chemischen Prozesse auszulösen, an deren Ende Benzin und Diesel stehen. Das ganze muß transportiert, gepumpt, die Tankstelle muß beleuchtet werden.

Studien kommen auf etwa 6 kWh Strom je Liter Benzin. Daher mit dem Strom, dem man braucht um mit einem Benzinauto 100 km zu fahren, kann man mit einem Elektroauto 50-80 Kilometer weit fahren. (Relativ spannend das etwa hier nachzulesen: https://www.pv-magazine.de/2018/01/29/auch-verbrenner-fahren-mit-strom/ und hier: https://www.springerprofessional.de/elektromobilitaet/dieselmotor/endenergiebezogene-analyse-diesel-versus-elektromobilitaet/16673694).

Rechnen wir das mal um auf einen Arbeitnehmer, der statt ins Büro zu fahren, Homeoffice macht. Bei Büro und Heim ergeben sich keine oder kaum Vernachlässigtere Veränderung, Büro und Heim müßen ja auch geheizt werden, die Schreibtischlampe daheim oder im Büro braucht gleich viel.

per Telko ein PEEP Ventil analysieren, kann man inzeischen machen

Wohnt der Arbeitnehmer in Freiburg und pendelt nach Lörrach mit dem Auto, was ja nicht ungewöhnlich sein dürfte, dann ist das ein Weg 72 km. Hin und zurück 144 km. Nehmen wir ein sehr sparsames Dieselauto an, da 6 l auf 100 km braucht – wir ignorieren mal die Strecke Autobahn — dann kommen wir auf so ca 11 l Kraftstoff für einen Tag pendeln, das wären dann 66 kWh. Bei einer 5 Tage Woche 330 kWh, alleine fürs pendeln.

Wir rechnen auch mal, dass es egal ist ob der PC im Homeoffice steht, daher an ist er eh. Auch laufen in Firma Router und andere Geräte den ganzen Tag. Der Bedarf an Strom für entsprechende sehr starken Server, mit dem Videokonferenzen für eine ganze Schule oder ähnliches durchgeführt werden, dürfte bei 24/7/365 Betrieb laut Dell etwa bei 1600 kWh liegen. Daher verzichtet ein (!) Pendler für 5 Wochen auf die Fahrt nach Lörrach, ist man mit dem Strom fürs ganze Jahr schon draussen.

Betrachten wir mal den CO2 Ausstoß unseres Mitarbeiters: Reißt dieser für ein Meeting mit dem Flugzeug von Basel nach Berlin – im Business Kontext durchaus normal – stößt er laut einschlägiger CO2 Rechner 283 kg CO₂ aus. Läuft der Server nun auf dem Standard Strommix (wohlgemerkt, das ganze Jahr, auch Nachts, am Wochende, Feiertage) erzeugt er: 822 kg CO2. Nach der dritten Reise nach Berlin, hat man also mehr CO2 ausgestossen, als der Serverbetrieb braucht.

Kurzum: So einfach wie man es sich bei 5G Gegnern macht, ist es erstmal nicht. Durch mehr Videokonferenz und weniger Business Trips, mehr Homeoffice und weniger Pendeln, dürfte der CO2 Ausstoß bzw. Energieverbrauch durchaus zurück gehen.

Bahnhof Wernigerode besser machen

25. November 2019

Zusammen mit den Start-Ups: Vesputi, Mobanisto und Andre Eberle optimiere ich für die Bahn den Bahnhof Wernigerode und mache ihn zum Zukunftsbahnhof.

In Wernigerode gibt es wie an vielen Bahnhöfe Hindernisse für Touristen den öffentlichen (Nah-) Verkehr zu nutzen.
Etwa sind die Sichtbeziehungen unklar, man findet die Schmalspurbahn auf den Brocken nicht und Menschen wissen nicht wie sie vom Bahnhof aus in die Stadt kommen oder zum Bus oder zur Toilette im Bahnhof.

Für die Bahn und Tourismus Unternehmen ist es wichtig den ganzem Öffentlichen Verkehr zu erklären, die Nutzer zum Ziel zu navigieren und einen Anknüpfungspunkt am Bahnhof zu bieten.

So würde es auf dem Touchterminal aussehen

Deshalb schaffen wir eine Touristische Platform mit der die Bahn Menschen in die Touristischen Ziele begleitet. Diese Lösung kann tendenziell an an allen Zielen an denen Menschen ankommen (Bahnhöfe, Touristinformationen, Schiffsanlegestelle, Bushaltestellen, …) eingesetzt werden. Sie wird von uns in Wernigerode getestet.

Wir wollen die Touristeninformation an diesem tourismusintensiven Bahnhof verbessern.

Zum Midterm haben wir bereits eine erste Lösung mit Nahverkehr und einigen Points of Interest, die Integration von sozialen Medien und weiteren Features kommt im Laufe des Projektes. Anfang Dezember soll zudem am Bahnhof in Wernigerode ein Touchterminal aufgestellt und ausprobiert werden.

Einige von uns waren schon vor Ort und haben Nutzer befragt und beobachtet, was sie am Bahnhof gerne hätten, brauchen und so weiter.

Wir testen derzeit wie man Nutzende auf unsere Online Platform bekommt: Touchterminal, Flyer mit QR Codes oder gar Plakate?

Projektbestandteile sind

  • Die Einrichtung eines DB Self-Service Touchterminals, mit einer speziellen auf die Umgebung angepassten Software.
  • Im Web ist die Software (Terminaloberfläche) unter harz.mobi zu erreichen.
  • Aufhängen von Plakaten mit QR Codes, auf denen weitere Informationen zu den auf den Plakaten beworbenen Point of Interests, Events etc. für Mobilgerätnutzer zu finden sind.
  • ein Social Media Drucker, der wenn auf einen bestimmten Hashtag getwittert oder instagramt wird diese Einträge ausdruckt.
Hier kann man einiges besser machen.

Das Projekt läuft seit September. Demnächst gibt es eine Testwoche in Wernigerode: 9. bis 15.12.2019 (inkl. Launch des Social Media Druckers Das Projektende ist für Mitte Dezember vorgesehen.

So sieht es derzeit aus wenn man das Interfaxe auf dem Handy bedient

Stakeholder sind die DB Mindbox, DB Station & Services, die HSB, Stadt Wernigerode, Tourismusverband Harz, Mieter im Bahnhof, das örtliche Nahverkehrsunternehmen.

TTN Brief an die Landesregierung

16. August 2018

Die The Things Network Communities aus Baden-Württemberg haben an das Innenministerium und das Wirtschaftsministerium geschrieben.

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Weitere Informationen finden sie auf den Webseiten unser Communities. (more…)

„Was denken Sie?“ – Statistik-Quiz mit Aha-Erlebnis

17. Juni 2018

Als Abschied an die am 30.6. endende 16-jährige Amtszeit von Dieter Salomon hat Altstadtrat Sebastian Müller ein Online-Quiz entwickelt. „Was denken Sie?“ funktioniert ganz einfach: Jeweils für die Jahre 2002 – 2010 ist eine Entwicklung vorgezeichnet als Linie auf einer Grafik. Für die Jahre 2010 bis 2018 sind die User gefragt: Man zeichnet ein, was man denkt, wie sich die Stadt entwickelt hat.
Dann klickt man auf die „wie wars wirklich“ Schaltfläche und sieht, ob das Bauchgefühl sich mit den Statistiken deckt.

Altstadtrat Sebastian Müller entwickelt Quiz als Hommage an 16 Jahre Oberbürgermeister Dieter Salomon

„Zu einem Politiker wie Dieter Salomon passt eine Rückschau mit Statistiken besser als Prosa oder Anekdoten. So erlebt man viel intensiver, wie viel in seiner Amtszeit in Freiburg wirklich passiert ist“, erklärt Sebastian Müller.

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Dieter Salomon checkt die Statistiken.

Themen sind etwa Kriminalität, Bevölkerungsentwicklung, Kultur, Arbeitsplätze und Kitaplätze. Die Statistiken sollen laut der Entwickler eine Auswahl sein – keine Lobpreisung. Viele zunächst einmal positive Entwicklungen haben auch negative Begleiterscheinungen: Etwa Zuwachs bei Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen bedeutet auch gleichzeitig steigende Nachfrage nach Wohnraum.

Link zum Werkzeug
und falls der Link nicht geht*, dann dieser.

Über das Tool:

„Was denken Sie?“ (Quellcode auf Github) wurde vom WDR für die letzte Nordrhein-Westfälische Landtagswahl von einer Vorlage der New York Times adaptiert. Sebastian Müller hat passende und interessante Statistiken herausgesucht und in dieses Werkzeug eingegeben. André Eberle hat sich um die technische Ausführung und das Anpassen von Template und Server gekümmert.

* Kleiner Hinweis: Ggf. mal den eigenen Browser Cache löschen. Und beide Links: http://wiewars.sbamueller.com oder http://wiewars.sbamueller.de ausprobieren.

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