Posts Tagged ‘green city’

Balkonsolar bei Familie Fugman

11. September 2019
Schritt 1: Das große Paket auspacken.

Familie Fugmann hat eine große Dachterasse in einem Haus der Freiburger Genossenschaft Familienheim Breisgau. Auf der Terasse gibt es eine Aussensteckdose.

Schritt 2: Handwerker rufen der Sicherung tauscht, Stromkreis prüft.

Nun kamen gefühlt zehn Männer und die Hausherrin auf der Terasse zusammen um die Installation der „ersten“ Balkonsolar Anlage aus dem Forschungsprojekt der Badenova zu feiern. Und es war eine illustre Runde: Von der Badenova diverse Leute aus der Abteilung Geschäftsentwicklung, ein Elektriker von Ullmann, das gefühlte halbe ISE und diverse Solaraktivisten.

Handwerker tauscht die Außensteckdose gegen eine Wielandt Dose.

Wenn man mutig ist, auf die Förderung für den Anschluss durch den Elektriker verzichtet, dann kann man die Anlage auch einfach mit dem Schukostecker in die normale Steckdose stecken und sie produziert Strom. Das ist sozusagen die Guriella Variante. Viel dürfte nicht passieren weil die Wechselrichter nur dann Strom liefern wenn auch eine Netzspannung anliegt.

Schritt 3: Antrag beim Netzbetreiber ausfüllen, Anmeldung bei der BundesNetz Agentuer und Förderantrag bei der Stadt Freiburg fertigmachen.

In anderen Ländern reicht das, aber in Deutschland setzt der VDE auf Sicherheit und schreibt für den korrekten Einbau vor, dass ein Elektriker die Schukosteckdose gegen eine Wieland Dose tauscht. Die kann man nur mit einem Schraubenzieher öffnen. Dazu sollte er noch die Leitung durchmessen und die Sicherung von 16 Ampere auf 13 tauschen.

Wärend wir also Party machen und die Installtion feiern, erwähnte ich, das es noch die Domain: http://balkon.solar gäbe. Herr Majer von der Badenova forderte mich sofort auf die zu sichern und deshalb gibt es da jetzt erstmal eine Unterseite dieses Blogs und bald auch eine schöne Seite, die über Balkonsolar in Freiburg informiert.

In der Summe dürfte man für die Installatio – ohne Gäste, aber mit Elektriker – und dem Ausfüllen der Anträge ungefähr eine Stunde brauchen. Bei der Stadt bekommt man, wenn man es richtig und ordentlich mit Elektriker macht, 200 EUR Förderung.

900 Anlagen steht wenig im Weg und die würden rechnerisch immerhin Strom für 60 Haushalte produzieren.

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Neues vom Parklet

26. Juni 2019
Schon immer mit Feststellbremse und jetzt auch mit Reflektoren!

Die Stadtverwaltung, also das Garten- und Tiefbauamt, hat mir am Montag letzer Woche geschrieben, der Brief kam am Mittwoch an, dass mein Miniparklet bis heute verschwunden sein muss. Andernfalls droht die Entfernung durch die Stadt und die Erhebung von Gebühren für die nicht erteilte Sondernutzungserlaubnis.

Die Begründung ist unter anderem, dass das Parklet mangels Bremsen und Reflektoren nicht verkehrssicher sei. Zusammen mit Simon, von „der Partei“ haben wir zumindest diesen Punkt abgearbeitet und Reflektoren, Katzenaugen, Scheinwerfer und eine Fahrradklingel nachgerüstet.

Damit dürfte das Parklet deutlich sicherer sein, als das durchschnittliche Freiburger Fahrrad. Daneben habe ich einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben und auch noch mal einen Antrag auf Sondernutzung gestellt.

Schreiben vom 5.12.18 auf meinen Antrag vom 23.10.18.

Und das Schreiben vom 17.6.2019:

Sollte sich nicht bald politisch etwas ergeben, werde ich das Parklet entfernen, da ich keine Lust habe Gebühren zu bezahlen.

Balkonsolar auf dem Dach

13. Juni 2019
Auf dem Dach. Die Aussicht ist schön, leider war Nieselregen. So eine Solaranlage passt gut auf den Rücken.

Am 29. Dezember 2018 habe ich über meine Balkonsolaranlage berichtet. Die Lag seither auf der Terasse meiner Eltern, ca 30° hoch. Leider war sie da gerade im Sommer immer wieder verschattet, der Balkon hat eine Markisee. Die Markiese geht raus, wenn die Sonne scheint. Außerdem verdeckt das Balkongeländer je nach Sonnenstadt auch Teile der Anlage.

Das Problem mit dem hängen an den Balkon ist bei mir besonders groß. Während andere Menschen tatsächlich ein Balkongeländer haben, ist es bei mir eine recht breite Mauer. Daher an ein Hängen an ein Balkongeländer war nicht zu denken. Die Lösung: Einfach die Solaranlage auf das leere Falchdach legen.

Das war aber leider nicht so einfach: Das Dach ist zwar ein Flachdach, aber es gibt keine Leiter hoch. Daher mußte ich eine Leiter leihen – danke an das Rote Kreuz – auf die Terasse stellen, mir das Solarmodul, mit einer Gewichtsweste – ohne Gewichte – auf den Rücken schnallen, die Leiter hochklettern. Das Modul war zwar fast 20 kg schwer, ließ sich aber dank des „Rucksacks“ gut transportieren.

Das Kabel wird durch die Lücken im Wellblechvordach geführt und geht da an eine Außensteckdose. Da ist noch eine AVM Fritz DECT 200 Steckose vorgeschaltet, so dass ich mit der Fritz.box jederzeit meßen kann, wieviel Strom gerade erzeugt wird. Das Modul liegt flach auf dem Kies.

Es scheint von da oben deutlich mehr Energie zu erzeugen als bisher.

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Freiburgs Mini-Parklet: Bauanleitung

2. Juni 2019

Immerwieder werde ich gefragt, wie man selbst so ein schickes kleines Parklet bauen kann und wieviel das kostet. Wir wollten damals ein möglichst günstiges Parklet, eines das man gut rumschieben kann, aber auch eines das man in maximal 2h selbst bauen kann.

TeilHerkunftAnzahlKosten
EuropaletteBauhaus (geht aber auch gebraucht)117
ÄPPLARÖ BanktruheIkea, Kosten variieren, um die 40 EUR250
ÄPPLARÖ WandpaneelIkea,140
Lenkrollesollte möglichst stabil sein und eine Bremse haben28
Rolleohne Bremse28
Bodenrostkann man drauf machen, damit es beseser aussieht117
Schrauben und WinkelWinkel / Schrauben / Unterlegblättchehndiveres10
Summe216

Zum Zusammenbauen empfiehlt es sich einen Akkuschrauber zur Hand zu haben.

Zunächst die Rollen an die Europalette schrauben. Dabei achten, dass die Europalette eingermaßen hält und nicht selbst bald auseinanderbricht.

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Bekommt Freiburg Leihroller?

25. April 2019

Radforschung hat ein interssanten Blogbeitrag gepostet und untersucht in welchen Städten Leihroller Anbieter nach Mitarbeitern suchen. Dazu gehört auch Freiburg. In Freiburg wären das VOI, flash und wind.

Wir von der Liste Teilhabe und Inklusion wollen das E-Roller vorallem auf Radwegen fahren und nicht Fußgänger, besonders nicht solche die blind sind, gefährden.

Die haben auch in ihrem Blog aufgeschrieben, was das mit Offen Daten zu tun hat und wie Städte diese E-Scooter oder Roller regulieren können.

Der ganze Artikel ist sehr lesenswert: „Die City of Los Angeles hat einfach einmal ausprobiert, wie sie zumindest einen Teil solcher Daten aus der Privatwirtschaft einfordern kann. Und zwar auf eine sehr faszinierende, nutzerzentrierte und für eine Stadt auch als “gelebte Digitalisierung” anzusehende Art. Zusätzlich zur klassischen Regulierung, wie viele Roller ein Anbieter platzieren darf, wie sie abgestellt werden dürfen und vor allem wo nicht7, gab das LA Department of Transportation über digitale Tools und Infrastruktur auch einen technischen Rahmen für die Umsetzung vor. Sie erstellten die erste Version der Mobility Data Specification (MDS). Das ist ein technischer Standard, der beschreibt, welche Daten in welchem Format die Betreiber der Stadt zur Verfügung stellen müssen, und wie die Stadt im Gegenzug ebenenfalls maschinenlesbare Regeln bereitstellt.“