Posts Tagged ‘green city’

Warum ein The Things Network für Freiburg?

2. Februar 2018

Warum ich mich so für ein The Things Network für Freiburg einsetze haben mich in den letzten Tagen viele gefragt. Ja ich habe einiges Unternommen: etwa einen Brief an den Oberbürgermeister, den IHK Präsidenten, das Gründerbüro der Uni und viele andere geschrieben und gefragt ob sie beim Aufbau eines Netzes helfen können. Ich habe auch erreicht, dass das Thema in einer Anfrage besprochen wurde und viele Menschen darauf angestoßen.

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Die Fraktionen der Grünen und von JPG fragen offiziell: Wie steht es in Freiburg mit einem TTN Netz und wie hilft die Stadt den aktiven dabei?

Zu diesem Projekt komme ich aus zwei Richtungen: letztes Jahr habe ich mit Interssierten über 50 Feinstaubsensoren gebaut (die kann man auch per LoRa anschliessen, Karte der aktuellen Meßwerte) und wir wollen in unserem Keller Wasser detektieren, weil wir „häufig“ das Problem haben das Leitungen brechen, Wasser in den Keller läuft und etwa im Heizungskeller das keiner bemerkt.

Aber es ist noch ein anderer Grund: Ich habe, als ich mich über diese Internet of Things Projekte informierte, bemerkt wie Freiburg auf diesem Themenfeld hinterherhinkt: Weder gab es eine The Things Network Community (haben wir inzwischen), noch schien das Thema groß zu interessieren. Aber das hat sich geändert. Dank der Initialzüdnung des ersten Treffens, haben sich inzwischen viele Interessierte zusammengefunden. Wir werden am 26.2. 19:00 im Freilab Wettersensoren bauen und zusammen mit der Badenova sind noch viele Aktionen geplant. (more…)

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Freiburger Feinstaubinitiative übergibt 50. Bürgersensor an den Leiter des Umweltschutzamtes

7. August 2017

 

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Freiburger Feinstaubinitiative übergibt 50. Bürgersensor an den Leiter des Umweltschutzamtes

Am Donnerstag übergab eine Gruppe von Freiburger Bürger*innen den 50. selbstgebauten Feinstaubsensor an den Leiter des Umweltschutzamtes der Stadt Freiburg – Dr. Klaus von Zahn.

Klaus von Zahn: “Die Bürgergruppe rund um Sebastian Müller hat damit ein aktuelles Thema clever besetzt. Die Stadt Freiburg hat die Bastelworkshops mit einem kleinen Betrag unterstützt. Auch wenn Freiburg aktuell kein Feinstaubproblem hat, Luftqualität ist immer ein Thema.”

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Claus von Zahn wird von Radio Regenbogen interviewt. (Foto: Sebastian Müller)

Sebastian Müller, ehemaliger Stadtrat und Initiator: “Ich war vom Zuspruch überwältigt. Zunächst dachte ich, dass vielleicht fünf bis zehn Personen sich für dieses Basteln interessieren würden. Inzwischen haben wir mit weit mehr als 50 Personen gearbeitet und es gibt Sensoren aus unserer Produktion von Breisach bis Höllental und von Waldkirch bis Schallstadt.”

Sebastian Müller selbst plant in Freiburg vorerst keine weiteren Bastelworkshops anzubieten. “Die Teile sind wie schon die ganze Zeit in China bestellbar, die Wartezeit beträgt sechs Wochen. Wenn jedoch jemand eine größere Gruppe zusammen hat, dann helfe ich gerne.”

Im Rahmen der Bastelinitiative ist es Sebastian Müller gelungen, unterschiedliche Gruppen zum Basteln zu bringen: Am Droste Hülshoff Gymnasium bastelte beispielsweise ein Lehrer im Unterricht mit seinen Schüler*innen 10 Sensoren, finanziert vom dortigen Klimaschutzverein. Das StuRa der Universität Freiburg hat 15 Sensoren finanziert. Diese gingen zum Teil an Schüler*innen, Student*innen. Ein Sensor wurde von Sebastian Müller an der B31 im Höllental bei Motorrad Böckmann aufgestellt und drei gingen an eine indonesische Antropologiestudentin aus Yogyakarta, die im Rahmen des Tandemforschungsprojektes hier war. Diese wird diese Sensoren in Yogyakarta, einer großen Studentenschaft auf Java, aufstellen.

Nicht alle der gebastelten Sensoren sind bereits auf der online verfügbaren Karte gelandet. Zum Teil haben die Leute sie noch nicht aufgestellt oder wohnen gar nicht in Freiburg. Teilweise gibt es auch Probleme mit dem WLAN.“Grundsätzlich rechne ich aber damit, dass ca. 80% innerhalb von vier Wochen nach dem Basteln online gehen” so Müller.

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Claus von Zahn (links) und Sebastian Müller basteln gemeinsam einen Sensor (Foto: Sebastian Müller)

„Die gebastelten Sensoren genügen zwar nicht den Ansprüchen an eine professionelle Messung der Luftqualität. Dennoch halten derartige Aktionen das Interesse der Bürger*innen an Umweltthemen auf kreative Weise wach. Das begrüßen wir“ – so von Zahn.

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Interview mit Radio Dreieckland zur Übergabe des 50. Feinstaubssensor an den OB

2. August 2017

Ich war heute Mittag kurz im Studio von Radio Dreyeckland und habe über die Übergabe des 50. Feinstaubsensors, den Bürger*innen gebaut haben gesprochen.

Interview gibt es zum Download bei der Soundcloud.

 

Genauigkeit der Feinstaubsensoren

16. Juli 2017

Auf unserer letzten Bastelveranstaltung gab Marco Pergher vom Regierungspräsidium einen Vortrag über Feinstaub, saubere Luft in Freiburg und die Genauigkeit der Sensoren:

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Daher die Sensoren funktionieren bis zu einer mittleren Luftfeuchtigkeit gut und darüber hinaus laufen sie im Trend mit aber bei deutlich zu hohen Werten. Ich gehe davon aus, dass diese Fehler in Zukunft mit einem Softwareupdate behoben werden.

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Auch ist klar das für die relevante Messung braucht es den 24h Mittelwert oder den Tangesmittelwert. Inzwischen wurde für den Tagesmittelwert auch die Software angepasst.

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Letztes Sensorbasteln in Freiburg

16. Juli 2017

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Montag letzte Woche war für mich das letzte Sensorbasteln in Freiburg. Insgesammt habe ich an vier Veranstaltungen seit März mit über 80 Leuten sicher 50 Feinstaubsensoren gebastelt. Bei den ersten beiden Veranstaltungen im Haus der Jugend und der Landeszentrale für politische Bildung kamen jeweils über 30 Leute, teilweise wurde ich dumm angemacht (von einer Person aus der Ökoszene) weil ich nicht genug Material hatte. Weitere Sensoren waren auch über den Zündstoff in Freiburg erhältlich.

Am Droste Hülshoff Gymnasium bastelte ein Lehrer am Donnerstag im Untericht mit seinen Schüler*innen 10 Sensoren, finanziert vom dortigen Klimaschutzverein.

Das StuRa der Universität Freiburg hat 15 Sensoren finanziert. Diese gingen zum Teil an Schüler*innen, Student*innen, ein Sensor wurde von mir an der B31 im Höllental aufgestellt (bei Motorad Böckmann) und jeweils 3 gingen an eine indonesische Antropologiestudentin aus Yogjakarta, die im Rahmen des Tandemforschungsprojektes hier war und an einen Politikdoktoranden aus Jakarta. Die werden diese Sensoren auf Java aufstellen und dann haben wir das Java AirQuality Network.

Übrigens hat die Autowerkstatt zu der meine Eltern immer unsere Auto bringen, auch einen Sensor bei sich außen angebracht. Zumindest hier scheint man mit dem Thema offen umzugehen.

Ein Freund von mir aus Italien hat ein 3D Druckbares Gehäuse designt. Die Dateien dafür sind auf dem hinterlegten Link zu finden. Gerne würde ich mich über mehr Gehäusevorschläge dieser Art freuen.

 

Und Robin im Freilab ein Schwarzwaldgehäuse, das man mit dem Lasercutter ausdrucken kann. Die Anleitung findet ihr auch bei airlogger.de

Neben verschiedenstenden Bastelaktionen in Freiburg habe ich sogar dem FDP Vorsitzenden einen gebastelt:

Und auch dem Juso Vorsitzenden. Mit den Freiburger Grünen oder Junges Freiburg leider nicht. Aber dafür bald mit den Lörracher Grünen.

Nicht alle der gebastelten Sensoren sind dann auch in der Karte gelandet. Zum Teil haben sie Leute nicht aufgestellt oder wohnen auch gar nicht in Freiburg. Oder bei Ihnen gibt es Probleme mit dem Wlan. Ein Bausatz ist etwa beim Ausbildungsleiter eines großen Unternehmens aus der Region.

Für mich war das Projekt hier sehr erfolgreich. Ich habe viele sehr spannende Leute kennengelernt, die gerne auch viel bastlen. Von der 76 Jahre alten Senioren mit Mikrokontrollerclub, über Startups, Leute aus einem Ableseunternehmer, spannende Wissenschaftler, Informatikstudenten, Unternehmer,…

Am 3.8. um 11:00 werde ich dann Freiburgs 50. Sensor an den Oberbürgermeister übergeben. Damit ist für mich das Projet dann erstmal abgeschlossen.

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