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einige Anmerkungen zu: „Bergwacht rettet schwer verletzten Mountainbiker am Rosskopf“

19. Juli 2017

Die Badische Zeitung berichtet heute:

„Bergwacht rettet schwer verletzten Mountainbiker am Rosskopf

Aufregung am Rosskopf im Freiburger Stadtwald: Am Montag Abend war ein Mountainbiker gestürzt – ein 15 Zentimeter langer Ast bohrte sich in seinen Unterschenkel.“

ich möchte zum Bericht folgende Anmerkungen machen: „Am Montag Abend gegen 20.45 Uhr wurden die Freiburger Bergretter der Bergwacht Schwarzwald alarmiert“. (Kursiv jeweils Zitate aus dem Bericht der Badischen Zeitung) Das ist richtig, richtiger wäre aber zu schreiben: „Am Montag Abend gegen 20.45 Uhr wurde ein Rettungswagen der Malteser, ein Notarzteinsatzfahrzeug des DRK, zwei Polizeistreifen und die Bergwacht alarmiert.“

„Die genaue Unfallstelle war zunächst unklar, sodass zwei Streifenwägen der Polizei ebenfalls nach dem Verletzten im Wald suchten“. Nach meiner Erinnerung suchten die Besatzungen der Streifenwagen und fanden den Verunfallten. Sie lotsten das Notarzteinsatzfahrzeug, den Rettungswagen und die Bergwacht, die als letztes Eintraf zur Einsatzstelle.

„Bei dem Sturz hatte sich der Mann eine Verletzung zugezogen: Ein circa 15 Zentimeter langer Ast steckte in seinem Unterschenkel.“ Nach meinem Wissen, wurde der Ast aufgeschleudert, durchborte den Unterschenkel. Die Betreffende Person sei dann nicht gestürzt sondern abgestiegen und habe die 110 gerufen.

„transportierten die sechs Bergretter den Patienten mit einer Gebirgstrage zum nächsten Waldweg“. Ich würde gerne hinzufügen: Beim Transport halfen vier Polizeibeamt*innen und vier Rettungsdienstmitarbeiter und ein Notarzt.

Anfügen möchte ich auch einige Anmerkung: An diesem Tag hatte ich von 14 bis 21 Uhr Dienst, wir haben also für die Rettung der Person 1,5 Überstunden gemacht. In unserer regulären Dienstzeit haben wir bereits vier Patienten versorgt, einen Arbeitsunfall, einen weiteren verunfallten Fahrradfahrer der einem Auto ausweichen mußte, eine junge Frau mit Verdacht auf Lungenembolie und einen verunfallten Herrn am Dreisamufer. Alle diese Fälle waren nicht spektakulär, sondern reguläres Geschehen des Freiburger Rettungsdienstes. Unsere Kollegen waren ähnlich beschäftigt. Die Notaufnahmen der von uns angefahrenen Krankenhäuser waren zumindest gefühlt voll und in einem Fall mußten wir mit mehreren Krankenhäusern telefonieren um eine Aufnahme sicher zustellen.

Sicher macht es für eine Organisation wie die Bergwacht Sinn ihre Arbeit und das Engagement ihrer Ehrenamtlichen transparent in den Medien darzustellen. Wir sollten aber darüberhinaus nicht vergessen, dass ein Großteil der „Rettung“ in Freiburg von Haupt- und Nebenamtlichen Mitarbeiter*innen von DRK und Maltesern geleistet wird.

Wir sollten auch nicht vergessen, das auch hier die Landeszuschüsse die Kosten eines neuen Rettungswagen nicht abdecken und das es außerhalb Freiburgs für den Rettungsdienst teilweise schwierig sein kann Personal zu finden.

Bericht aus Rom

30. Juli 2015

Rom Teil 2

Seit einigen Tagen sind wir zur Sanitätsdienstlichen Unterstützung der Ministrantenwallfahrt in Rom. Nach nur 22 h Fahrt im 22 Jahre alten Ford Transit habe ich und mein Mitfahrer unser Hotel und Rom erreicht. Andere Malteser Romreisende hatten schnellere und neuere Autos und waren demnach nicht so lange unterwegs.

Hier betreiben wir eine Art Krankenhausambulanz und diverse Sanitätsdienste. Ob ein Sanitätsdienst nun in Freiburg oder Rom stattfindet ist nicht so unterschiedlich. Allerdings ist es wärmer. Und natürlich hat man in Freiburg auch keine 50.000 Pilger. Zum Teil haben die dann nichts getrunken, waren lange in der Sonne oder sind beim Ausflug in Adria in einen Seeigel getreten.

Neben der Betreeuung der Pilgerreise, gerade für unsere Organisatoren und die Einsatzleiter, eine große Aufgabe, haben die normalen Helfer immer noch etwas Zeit sich auch Rom anzusehen. Ich war in den Vatikanischen Museen.

Ein besonderes Highlight war der Besuch im Campo Teutonico am Vatikan.

Blick vom Campo Teutonico auf den Vatikan

Blick vom Campo Teutonico auf den Vatikan

Besonders lustig war bei diesem Besuch mit Führung durch das altehrwürdige Gemäuer, das der Schweizer Gardist am Ausgang dann vor unserem Einsatzleiter salutierte…

Unseren Organisatoren kann für die gute Vorbereitung und sehr durchdachte Detailplanung nicht genug gedankt werden. Wenn es hier an Bildern aus dem Einsatz mangelt, dann schlicht, weil ich da keine Zeit habe welche zu machen oder auch weil man ja die Persönlichkeitsrechte unserer Patienten auch schützen müßen.

a happy new year

31. Dezember 2013

As it has been a little tradition for new year I will be working on the ambulance. Today only until 22:00 so there will be some time to celebrate as well. For you the fellow readers of this blog, I wish you a happy new year with some pictures from work:

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Ever wondered how it looks inside the ambulance if you turn of the lights and then drive with flashlights?

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Of course more mundane things happen here as well, like sometimes checking how heavy your boots actually are.

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Or teaching the young people how to sew.

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Night time at the hospital

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And if there is no work we are allowed to rest. Which will certainly not happen tonight.

Maus im Stiefel

26. Dezember 2011

Im Laufe einer Karriere beim Rettungsdienst passiert ja schon so einiges lustiges und nachdenkliches. Nun auch dieses, fast schon eine Geschichte die zur kommendne Weihnachtszeits passt.

Eines morgens begab sich ein Kollege zu Schichtbeginn beim Umziehen zu seinem Stiefel. Nachdem man Hose und Polohemd angezogen hatte, schlupfte er auch in seinen Stiefel. Doch oh was. Es fühlte sich flauschig und warm an in seinem Stiefel, hatte er etwa seinen Socken vergessen?

Schnell den Fuß heraus und den Stiefel umgedreht. Was war nun drin? Eine kleine graue Maus, die es sich dort bequem gemacht hatte. Schlieslich ist ja so ein Stiefel auch ein warmes und angenehmes Plätzchen. Die Maus fiel aus dem Stieel heraus und sprintete davon.

Fragt sich nur wo die Rettungswachenkatze „Lucy“ eigentlich zu dem Zeitpunkt war…

Impressions from the Popes trip to Freiburg

26. September 2011

This is a picture taken at the early morning, around 6:00 when the first masses of pilgrims were arriving. And some order of Malta people in black boilersuits and this very fashionable womans dresses, pushed a couple of people on wheelchairs onto the field. In total there were more then 100.000 people in attendance and it takes a while for those to get onto the field and back again.

The pope then held the mass from this great white stage, then had lunch with some cardinals, held a speech in the concert room and then went back home.

If you wonder, why I show you a picture from the inside of a fire service command truck, its because there I was able to hear and see parts of the service. The Malteser had about 1500 people around, everything from cooking to doctors and paramedics who would treat injured or sick pilgrims. We had fantasti cooperation not only from the guys of the local volunteer fire brigade who were near us, but as well from the Malteser from Memmingen who did the dispatch and worked thoroughly only with very little sleep during the night and of course the very funny and niece guys from the police in the Palatinate and Bavaria.

From the press release I have learned that we have treated 387 people, brought 33 to a hospital and had more then 50 vehicles deployed, which 1500 people helped. This is certainly the biggest mission the Freiburg Malteser have ever done.

This is also a picture from our parking area, where not only the ambulances for potentially sick people on the field would park, but the fire brigade and the local dispatchers in their car. Behind us the police, a helicopter just starting and the Neue Messe in which we had the medical centre. In the dusk the blackforrest and the Münster. (more…)