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Art of Hosting Training in Bad Boll oder das verzwickte Fragespiel!

19. September 2016

Ich war beim ersten Bad Boller Art of Hosting Training. Es war schön so viele Menschen zu treffen, die sich für moderieren und gute Gespräche interessieren. Auf eine gewisse Weise gibt so ein Training Kraft und Entspannt. Gerade wenn man sonst in etwas anderen Kontexten arbeitet. Auch das Tagungshaus Bad Boll ist einfach super, wunderbare Räumlichkeiten, sehr gutes Essen, bequeme Betten und eine Therme nebendran die ich leider nicht nutzen konnte.

Methoden haben wir viele gelernt und auch ausprobiert. Eine die ich sicher mitnehmen werde ist das verzwickte Fragespiel: Man steht im Kreis und startet mit einer Ausgangsfrage. Etwa: „Was gibt es zu Mittag?“ Anstelle, dass jetzt die Leute die Frage beantworteten („Schnitzel mit Pommes“), stellt man dazu passende Fragen: „Wo essen wir zu Mittag?“, „Wer bestimmt was wir Essen“, „Wann?“. Die Idee ist von der einen Frage auf die vielen Fragen zu kommen, die wir implizit mitstellen und vielleich auch mitbeantworten müßen oder sollen. Am Ende schreibt man dann auf wie sich die eigene Frage verändert hat:

Mehr zu den Methoden schreibe ich nicht. Schlieslich soll jeder selbst so ein Seminar besuchen können und davon lernen.

Am Ende gab es dann noch ein Zertifikat, damit wir allen zeigen können, das wir da waren:

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Reisen durch die Beteiligungslandschaften

15. Dezember 2014

Die Forderung Bildungslandschaften zu Beteiligungslandschaften umzubauen, stammt vom Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung.

Letzte Woche war ich am Freitag in Tübingen, wegen des gemeinsamen Artikels über Jugendgemeinderäte, den ich mit Urs Unkauf schreibe. Wir haben von unserem Professor noch einige Hausaufgabe bekommen bis der Artikel Publikationsreif ist.

Am Donnerstag durfte ich für die AWO bei Bonn eine Methodenfortbildung zur Beteiligung von benachteiligten Jugendlichen geben. Jetzt ist die Beteiligung von Benachteiligten sicher das schwierigste Feld auf dem ganzen Gebiet der (Jugend-) Beteiligung. Per Definition schon: Wer benachteiligt ist, der ist eben nicht beteiligt.

Ich habe versucht basirend hauptsächlich auf dem Methodenkoffer der Bundeszentrale für politische Bildung, einige Methoden den TeilnehmerInnen vorzustellen und einige auch durchgeführt.

Hoffentlich konnte jeder etwas davon mitnehmen. Im Bild das 11-Worte Telegramm der Teilnehmer zum Ende.

Fortbildung Moderation

Hoffentlich wird dieses ambitionierte Projekt der AWO Erfolge zeigen. Gerade diese Zielgruppe, wird eben von vielen traditionellen Beteiligungsmethoden und Verfahren nicht erreicht. Übrigens Erwachsene aus diesen Millieus eben auch nicht.

Meine Botschaften waren:

  • Beteiligung geht immer. Auch beim Notfall!
  • Beteiligung braucht Zeit.
  • Beteiligung braucht Ressourcen.
  • Beteiligung ist eine Haltung.
  • Beteiligung muss gewollt sein.
  • Beteiligung muss klare Grenzen haben und diese deutlich Kommunizieren.
  • Beteiligung ist nicht gleich Entscheidung.
  • Beteiligung muss scheitern dürfen.

In diesem Sinne hoffe ich den erfahrenden Fachkräften, die aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen kamen, einige Tipps und Hinweise auf den Weg gegeben zu haben. Aber jeder muß für sich entscheiden wie er seine Beteiligung vor Ort durchführt.

Ich würde mich freuen wenn ich in Zukunft viele weitere inspirende Beteiligungsworkshops durchführen könnte. Die Diskussionen am Rande waren sehr interessant.