Posts Tagged ‘Smart Green City’

3D Druck für Teilhabe: noch immer fasziniert

30. April 2019
Milad Khani erklärt, was man alles tolles mit 3D Druckern machen kann. Im Vordergrund der Drucker.

Am Montag hat die Liste Teilhabe und Inklusion einen Vortrag über „Barrierefreiheit durch 3D Druck“ veranstaltet und ich bin noch immer fasziniert, was man alles machen kann und wie leicht es doch geht.

Zunächst einmal,was kann man alles mit dem 3D Drucker machen? Grundsätzlich kann man erstmal jedes Objekt ausdrucken, inklusive Häuser und auch Organe. Die Drucker, die im Freilab verfügbar sind, haben aber eine Begrenzug auf 21 x 24 cm, also ungefähr die Größe einer DIN A4 Seite. Und wir von der Liste Teilhabe und Inklusion wollten ja nicht irgendwelche Flugzeugteile ausdrucken, auch wenn das spannend ist, sondern Dinge, mit denen man Menschen mit Behinderung ihre Alltag einfacher machen kann.

https://i0.wp.com/raul.de/wp-content/uploads/2013/12/IMG_6194.jpg?resize=768%2C514&ssl=1
Bild von Raoul Krauthausen. Die Rollstuhlrampe zum selberdrucken.

So gibt es von Raul Krauthausen und anderen zum Beispiel Rampen, mit denen man leicht einen Bordstein oder den Eingang eines Geschäfts überwinden kann. Besonders wenn der Rollstuhl 250 kg wiegt, was viele Elektrorollstühle tun, kann man diesen nicht einfach mal zwei Stufen hochheben. Das gute daran ist: Mit einer CAD Software kann man diese Rampen auch leicht auf unterschiedliche Höhen anpassen. Die habe ich mir auch gleich mal zum Testen ausgedruckt.

Eien clevere Lösung von Ikea ThisAbles: Ein Greifer, mit man seinen Vorhang leichter greifen kann.

Ohne dass man selbst programmieren können muss, gibt es bereits eine Reihe von nahezu fertigen Modellen im Internet zum runterladen:

  • Ikea ThisAbles (https://thisables.com/), welches eine ganze Reihe von Ergänzungen für Möbel bereitstellt. Das Projekt lebt und es können auch jederzeit Hilfen angefragt werden.
  • Enabling the Future (enablingthefuture.org), macht sehr eindrucksvolle Prothesen für Hände und
  • SELFMADE (selfmadedortmund.de) wurden vom Bundeministerium für Forschung gefördert und haben etwa einen Trinkbecherhalter entwickelt, mit dem sich sehr viel leichter trinken lässt.
noch so ein cleveres Teil: ein Schranktüröffner von Ikea ThisAbles, der die Schranktür leichter öffnen lässt. Habe ich mal in meinem Badezimmer ausprobiert.

Was mich richtig geflasht hat, ist aber die Möglichkeit, auch etwa Karten auszudrucken. Immer wieder begleite ich Ramon zu Terminen und muß ihn abholen. In Teilen von Freiburg, in denen er bisher noch nicht war, findet er sich dann trotz Blindenleitsystem nicht zurecht. Da wären etwa fühlbare Karten für den Bereich rund um die VAG Haltestellen sehr sinnvoll. Diese könnte man auch recht einfach an den Haltestellenschildern anbringen.

so eine Karte zum fühlen: diese zeigt den Platz der alten Synagoge in Freiburg. Westen ist rechts, Osten ist links, Norden unten und Süden oben. Ich hätte sie vor dem Fotografieren drehen sollen. Aber die Umrisse der Gebäude kann man gut erkennen, wie auch den Synagogenumriss. Ganz zentral in der Mitte ist das KG II.

Und der Clou von den Karten: Man kann sie sehr leicht aus OpenStreetMaps Karten ausdrucken. Das Projekt heißt Touch Mapper und bietet auf seiner Website die Karten gleich fertig an. Man muß lediglich den Ort eingeben und die Auflösung und dann kann man sich innerhalb ca. 5h aus dem Drucker einen Kartenausschnitt herauslassen oder für 35 EUR bestellen.

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Miniparklet für den Wahlkampf

21. April 2019

Wir haben für den Wahlkampf der Liste Teihabe und Inklusion ein transportables Miniparklet gebaut. Das coole an diesem Parklet ist, das es so klein ist, das man es schön rumschieben und als eine Art Wahlkampfstand verwenden kann, aber noch groß genung um damit chillig zu sitzen. Das liegt auch daran, dass es in Freiburg bisher nicht möglich war eine Genehmigung für ein festes Parklet zu bekommen, ist unseres auf Rollen montiert und gilt als Handkarren. Es darf auf jedem Parkplatz stehen.

Mehr Informationen gibt es auf dieser Seite auf meinem Blog und auch auf der sehr guten Website von Parklet Stuttgart.

Der Grünen Werk und Sebis Beitrag

11. Januar 2019

Heute war ich zwei Stunden im Grünen Büro und habe mit Timthy Simms über meine 29 Änderungsanträge✍️ (!) für das Grüne Kommunalwahlprogramm 2019 gesprochen. Erfreulich ist für mich, das die Wahlkampfkomission fast alle mit Änderungen übernommen hat.

Meine Anträge stehen alle unter der Überschrift Teilhabe.

Teilhabe für junge Menschen an denen sie betreffenden politischen Entscheidungen: Deshalb habe ich mich an verschienen Stellen dafür eingesetzt das Kinder- und Jugendliche besser beteiligt werden. Etwa bei der Sanierung ihrer Schulen (S-097-3), indem ich das Thema Beteiligung in der Kita eingefügt habe (S-039) und auch Beteiligung als Schlüßelprojekt (S-276) eingefügt. Daneben habe ich immer Kinder- bei Jugenbeteiligung dazu geschrieben. Kinder bei Beteiligung nicht vergessen!

so sieht dann ein Änderungsantrag aus. Grün der Vorschlag. Rot Streichungen.

Teilhabe durch Zugang zu digitalen Möglichkeiten. Dafür zählt für mich freies WLAN als ein Teilhabeangebot in den Bereichen wo es auch Menschen mit geringem Einkommen nutzen können und Bürgerschaftliches Engagemen, wie die TTN Community oder Freifunk auf diesem Gebiet soll gefördert werden (I-146-3), wie auch Citizen Science Projekte (I-146-2 und I-105). Der Zugang zu den Archivbeständen und Museen soll digital und gemeinfrei möglich sein (I-091). Und auch hier wird die Wahlkampfkomission als Schlüßelprojekt „Public Money – Public Code“ übernehmen. Daher wenn die Stadtverwaltung Software erstellen lässt, dann soll der Quellcode für alle einsehbar sein (I-159-2). Aber auch mehr Livedaten (etwa Füllstand der Parkhäuser) sollen zugänglich gemacht werden (I-159).

Teilhabe an der Energiewende: Ich will bessere Elektromobilität (G-301), ein Förderprogramm für Balkonsolaranlagen (G-301-2), und mehr Lastenräder (G-021) und unterstüztung für Bürgerenergiegenossenschaften (G-115).

Teilhabe am öffentlichen Raum: durch Parklets (G-285), Grafittiflächen (V-131), Überwachung der Aufzüge am Hauptbahnhof, so dass Behinderte immer wissen wann sie gehen und nicht (S-156-2). Zur Teilhabe am öffentlichen Raum gehört auch, das man Konflikte dort durch Reden löst, darum will ich, dass Nutzungskonflikte um öffentliche Raum, wie am Augustinerplatz soll durch ein „Allparteiliches Konfliktmanagement“ (AKIM) nach dem Vorbild Münchens bearbeitet werden. (V-064) Teilhabe am öffentlichen Leben bedeutet, das man sich dort nicht nur sicher fühlt, sondern das man dort sicher ist. Das soll man dann auch so formulieren (V-070). Ich bin auch für ein Bekentniss zu Wagenburgen (W-113).

Ein wenig makaber ist es jetzt vielleicht meinen Antrag zu Verbesserungen beim Rettungsdienst, etwa durch Unterstützung des Region der Lebensretter Projektes, innovative Leitstellentechnik und Erste-Hilfe Kurse für jeden Schüler als „Teilhabe am Leben“ zu bezeichnen. (S-201) Trotzdem sind die gut. Mein Antrag endlich die Forderung aus der Feuerwehr zu prüfen, das man auf den Gerätehäusern Wohnungen einrichtet, wurde an die Gemeinderatsfraktion überwiesen.

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Experimente mit Open Street Cam

9. September 2018

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Die Handyhalterung queer, so dass das Handy „Landscape“ die Straße fotographiert.

Seit einigen Tagen experimentiere ich mit Open Street Cam, die meisten von uns werden schon mal von Google Street View gehört haben: Einem Dienst für den Google durch die Straßen der Städte spezielle Autos geschickt hat um Fotos von der Straße zu machen. So dass die Leute von ihrem PC sehen können, wie ein Haus von Außen aussieht.

Als das damals in Deutschland gemacht werden sollte, gab es eine große und wenig sachlich geführte Datenschutzdiskussion. Mit dem Ergebniss, das Deutschland im Gegensatz zu anderen westlichen Ländern, kaum erfasst wurde und dann auch noch zahlreiche Häuser verpixelt.

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Nachdem die #Stadtverwaltung die für viel Geld erhobenen Bilder von allen Straßen nicht rausrücken will & kann: machen wir doch einfach das ganze selber! Die #OpenMaps Stiftung macht #OpenStreetView. Daher Bürger*innen können mit ihrem Handy 📱 aus dem 🚗 , vom 🚲 oder zu 🚶‍♂️ mit der App Fotos von der Straße machen. Wenn sie daheim sind, kann man die Daten auf den Server von OpenStreetView hochladen (am besten mit WLAN, es werden schnell Gb) und so entsteht dann mit der Zeit ein digitales Bild der Straßen unserer Stadt, das jeder nutzen kann. Mehr Infos: https://openstreetview.org/ #opendata #opengoverment #freiburg #civicdata #smartcity #smartgreencity #cyclomedia #panoramafreiheit #dashcam #klebeband #kreppband #kreppbandkunst #rückspiegel #mirrorselfie #digitalaktivismus

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Freiburg ist nicht erfasst, die Stadtverwaltung hat dann zweimal einer Firma Geld bezahlt Freiburg erfassen zu lassen. Leider ist die Lizenz so seltsam, dass die Stadt zwar die Daten zwar nutzen kann, aber nicht weitergeben. Das finde ich reichlich bescheuert und habe deshalb zwei Sachen gemacht: Einmal einen Antrag für das Stadtjubiläum gestellt für ein Projekt im Rahmen von 900 Jahren Freiburg und selbst angefangen mit Open Street Cam zu experimentieren.

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An meinem Fahrrad habe ich einen Handyhalter queer angebracht, so das ich währen der Fahrt filmen kann und bin nun dabei Freiburg Straße für Straße neu zu entdecken.

Ich hoffe auf viele Menschen die mit ihr mit endecken. Es gibt noch viele Straßen Freiburgs, die noch nicht lila sind, daher durch die noch keiner gefahren ist.

Es gibt die App bei itunes und auf dem Google Play Store.

Weitere Informationen

 

Wieviele Leute sind in…

3. September 2018

… meinem Geschäft? … auf dem Skateplatz? … im CoWorking Space? … an der Haltestelle? … im Bus? … warten in der Mensa?

Fragen sich die unterschiedlichen Menschen und Organisationen. Personen zu zählen braucht entweder Personal oder eine teuere Hardware. Doch heute hat fast jeder ein Smartphone dabei.

Deshalb haben sich clevere Bastler gedacht: Dann zählen wir doch einfach die Smartphones, die fast jeder dabei hat. Unter der Leitung des Chief Technical Officer von DB Station & Service baut seit einigen Monaten eine engagierte Community von Programmieren und Bastlern am „PaxCounter“. Dieser zählt wieviele Geräte er sieht – anhand von MAC Adressen im WLAN oder Bluetooth – und übermittelt diese Zahl per TTN an einen Server. Wo sie gespeichert und ausgewertet werden können.

„Das ganze geschieht Datenschutzkonform, wir übermitteln und speichern nur die Anzahl, nicht die Adresse. So kann kein Rückschluss oder ein Nachverfolgen von Personen erfolgen, lediglich wieviele Geräte und daher ungefähr Personen an einem Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt standen.“, erklärt Sebastian Müller von der TTN Community Freiburg.

Jonathan Niessen vom Grünhof: „Durch dieses Geräte ergeben sich viele spannende Anwendungsmöglichkeiten, wir wollen mit Freiburger Unternehmen, ob es nun Verkehrsunternehmen oder Start Ups sind herumexperimentieren, um zu schauen wie sie ihre Dienstleistungen verbessern könnten. Die VAG könnte etwa solche Geräte an der Haltestelle Messe einbauen und sehen wenn besonders viele Menschen von der Messe zurückkommen und dann die Bahnen häufiger fahren lassen. Das Studierendenwerk könnte messen wann besonders viele Studierende in der Mensa mittag essen oder der Skateverein wann gerade der Skateplatz voll ist.“

Für einen ersten Workshop um selber die sogenannten „Paxcounter“ zu bauen und in das The Things Network zu integrieren,
laden die TTN Community und der Grünhof
am 10.10. um 18:30
in die Lokhalle am Güterbahnhof.
Kreativpark Freiburg, Paul-Ehrlich-Str. 7, 79106, Freiburg

Wir werden gemeinsam bauen und uns gegenseitig bei Fragen und Problemen unterstützen. Technische Vorkenntnisse sind hilfreich aber nicht notwendig, es muß nicht gelötet werden. Der Referent hilft.

➜ Verbindliche Anmeldung: http://meetu.ps/e/FKHDj/zscGw/a

Bitte bring die folgenden Sachen mit: (more…)