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Bundestagsdirektkandidatenpodiumsdiskussionbullshitbingo

5. Juli 2017

Seit einigen Tagen laufen die Podidiumsdiskussionen der Freiburger Wahlkreiskandidaten. Ja der Kampf ums Direktmandat im Wahlkreis 281 ist entbrannt. Nun kann sich der geneigte Wähler*inn auf bis zu 30 Veranstaltungen ansehen und anhören wie der eigene Kandidat*inn so performt.

Damit es nicht zu langweilig wird, habe ich ein eigenes kleines Bundestagsdirektkandidatenpodiumsdiskussionbullshitbingo entwickelt. Das basiert auf der ersten Diskussionsrunde. Weitere werden folgen und vielleicht wird das Bullshitbingo auch noch aktualisiert. Einzelne Kandidaten wünschen sich schon ein personalisiertes Bingo. Mal schauen ob das noch hinhaut. Und ja ich empfehle jedem auch zu einer der Podis zu gehen und sich selbst ein Bild zu machen. Bevor man eine Frage stellt, zu einem Thema das einem am Herzen liegt, sollte man aber vielleicht sich ein wenig Gedanken machen.

Viel Spaß bei der Nutzung. Ich freue mich auf eure Rückmeldung.

Bullshit Bingo für Direktkandidaten

Hier zum download der Datei:

Plakatkarte

15. Februar 2017

Seit einiger Zeit bastelt ein Entwickler und ich an einer Anwendung, die euch den Wahlkampf einfacher machen soll. Wir nennen das ganze Plakatkarte:

Das Aufstellen und vorallem das Suchen nach defekten, beschmierten oder herabgefallen Plakaten oder Plakatträgern verschlingt gerade in aufreibenden heißen Phase des Wahlkampf nicht bloß Nerven, sondern vor allem viel zu viel Zeit, die man besser in wirklichen Kontakt mit den Bürgern investieren könnte oder auch sich einfach mal etwas Ruhe zu gönnen.

Plakatkarte öffnen und neues Plakat anlegen. Schon kann der Wahlkampfmanager sehen wo sie hängen

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Mit meiner Anwendungen sollen Parteien und Kandidaten die Aufstellung ihrer Plakate mit ihren Unterstützern oder ihrem Dienstleister gemeinsam besser koordinieren. Ebenso wird das Abräumen von Plakaten, nach der Wahl leichter, denn auch das kann ich systematisch bis zum letzten Plakat dokumentieren.

Denn für vergessene Plakate drohen gebührenpflichtige Beseitigungsanordnungen und hohe Bußgelder. Selbst die Kosten für einige wenige Plakate übersteigt bereits die Investition in den Einsatz von Plakatkarte.

Die App ist derzeit in itunes store und im google Playstore verfügbar. Ich denke ich habe sehr moderate Preise.

Plakatieren smart verwalten

11. Januar 2017

Dieses Jahr sind Bundestagswahlen. Im öffentlichen Raum sichtbar wird diese Aktivität etwa drei Monate vor der Wahl mit einer zunehmenden Anzahl von Veranstaltungsplakaten und in den letzten 6 Wochen vor der Wahl in der „heißen Wahlkampfphase“ mit Partei- und sogenannten Kopfplakaten der Kandidatinnen und Kandidaten.
Spätestens jetzt greifen alle Kandidaten auf freiwillige Helfer zurück, die Plakate auf Plakatträger aufziehen und mehr oder weniger koordiniert plakatieren.

Lukashängtauf1024

Wer schon einmal für eine Veranstaltung oder einen Wahlkampf plakatiert hat, kennt das nun entstehende Problem: Normalerweise gibt es nur ein paar gute Plätze, die Plakate dürfen nur eine Zeit lang hängen und danach wollen Sie ihre Plakate wieder finden, weil die Plakatträger teuer waren. In der heißen Wahlkampfphase dürfen sie zwar an viel mehr Stellen plakatieren, aber man verliert leicht die Übersicht, auch werden Plakate beschädigt.

Wer das leichter haben, will kann mein Angebot Plakatkarte nutzen. Diese gibt es sowohl für Android Smartphones als auch für iPhones:

Auf dem Weg zur Plakatkarten Anwendung

3. Januar 2017

Schon lange hatte ich dieses Problem, immerhin habe ich ja drei Kommunalwahlkämpfe geleitet und zwei Bürgerentscheide durchgestanden: Man hängt Plakate auf bzw. man lässt hängen. Entweder Freiwillige oder Profiplakatierer. Aber dann weiß man nie so recht wo die hängen. Hat ganz viele Gründe. Entweder weil die Freiwilligen nicht wissen wo sie sind oder eine Fotodokumentation auch mehr kostet. Und bis der Wahlkampf vorbei ist, hat man die Pläne mit den Plakaten eh schon wieder verloren.

Nun dachte ich mir, das müßte man doch irgendwie besser machen können, wir haben ja alle Smartphones und so. Aber: die passende App fehlt. Nun, dann war ich zum Erasmus in Finnland, genau da wo Nokia herkommt und Angry Birds und viele andere kluge Techanwendungen. Aber wie kommt man an Entwickler? Als Soziologiestudent hat man da ja noch so viel Ahnung.

Irgendwann kam ich darauf, das es ja sowas wie Börsen gibt, auf denen man Entwickler suchen kann. Also fand ich da einen. Nun ging das Abenteuer erst so richtig los.

Weil wenn man sowas macht und dafür Geld verlangt, dann muß man ein Gewerbe anmelden, man muß sich mit Paypal herumschlagen, die einem dann auch noch erklären, dass sie in meiner Umsatz Range keine Ratenzahlungen anbieten, mit Konkurenz.

Wobei das mit der Konkurenz ist gar nicht so schlimm: Weil das bedeutet, das auch andere Menschen sehen, das es für unsere Dienstleistung einen Markt gibt, das man damit Geld verdienen kann und sie formulieren den Sinn auf ihrer Website eigentlich sehr treffend:

Wahlplakate sind eines der am stärksten beachteten Kommunikationsmittel in der politischen Landschaft. PLAKATMANAGER (das sind sie) führt die politische Plakatierung im öffentlichen Straßenraum in das 21. Jahrhundert.

Das Konzept beruht auf der Überzeugung, dass die digitale Erfassung eines jeden aufgestellten Plakats eine neue Dimension der Steuerung und Effizienz von Plakatkampagnen eröffnet. Dazu werden die Initiatoren von Plakatkampagnen, deren Unterstützer und Jedermann in einer einzigen App verbunden. Die systematische Erfassung macht darüber hinaus die Performance von Plakatkampagnen endlich messbar.

Wie sie genau die Performance messen wollen, das sehe ich noch nicht. Zumindest nicht aus ihrer Website. Aber das wäre ein Angebot für später: Auf den Karten die erreichten Wahlergebnisse möglichst Stimmbezirk scharf einblenden. Leider gibt es dafür noch keine Daten bzw. wenn dann sind sie ziemlich verstreut: Jedes Wahlamt bietet die irgendwie auf ihrer Website an.

Und bis man dann in den beiden Stores der großen Anbieter ist, ist das gar nicht so einfach. Bei Google geht das noch leicht, den Store zu bedienen, das ist wie WordPress.

Aber bei Apple: 5 GB xcode runterladen, Developer account für 99 Euro im Jahr, dann kann man die Rechte nicht einem Entwickler zuweisen sondern muß es selber signieren und selber hochladen. Wenn man dann noch Probleme mit dem DSL hat, kann das leicht eine 5 Stunden Aktion werden.

Jetzt hoffe ich, das wir die letzten Bugs ausmerzen und dann am Ende des Monats in die Bewerbung starten können.

Ich will aber nich nur jammern, es gab auch viele positive Momente:

Lukas der mir beim Pitchen in Freiburg geholfen hat:

Und überhaupt war der Pitch gut um sich selbst zu fokusieren und die offenen Fragen zu finden. Nicht nur die Antworten.

Dann war ich bei Slush in Helsinki und habe ganz viele spannende Menschen getroffen.

Die Zukunft des ÖPNV hier bei #Slush der automatische Bus – das wäre doch was für die VAG #slush16

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Herausgefunden das Android Handys doch gar nicht so schlecht sind wie ich immer dachte.

Wie Paypal, google maps, open street maps und so gehen. Was für gute Apps es alles gibt. Ich werde da in Zukunft mal ein paar empfehlen. Und ganz viele spannende Menschen getroffen.

Ach ja und in die Medien habe ich es auch geschafft:

Und zwar bei Startup Valley und Kansan Uutiset (auf Finnisch):

Und in 2017? Fertig studieren und meine App promoten. Daher ich darf zu ganz vielen Parteitagen fahren und da den Menschen Flyer in die Hand geben und Politiker treffen. Mir wird das Spaß machen.

Warum Sicherheit und Sicherheitsgefühl nicht das gleiche sind

1. Februar 2016

Seit einiger Zeit ist in Baden-Württemberg so richtig Wahlkampf. Zumindest hängen Plakate und es gibt Infostände der Parteien, Wahlkampfauftritte und so weiter. Eines der zentralen Themen der CDU ist wohl ‚Innere Sicherheit‘. Andere sind Strassenbau, Bildung und Familien. Interessant ist aber, dass das Plakat zur ‚Inneren Sicherheit‘. Eine ältere Frau (mit grauen Haaren, Falten) liegt entspannt auf einem Kissen und darüber steht: „Damit aus dem Wort Sicherheit wieder ein Gefühl wird“.

Als ich das Plakat sah, mußte ich spontan an Slipeinlagen oder etwa Inkontinenzzubehör denken. Dann habe ich die Worte Sicherheit und Gefühl gegoogelt und tatsächlich kommt man relativ schnell auf Werbung eines Kondomherstellers.

CDU_für_ein_sicheres_Gefühl

Klar, dass der Schalk in mir da gerne mal zum Photosphop greift.

Aber nun mal etwas ernsthafter. Wahlplakte werden nicht einfach mal so an einem Nachmittag von drei Leuten mit dem Photoshop und einer Stockfoto CD entworfen, sondern zielen darauf bestimmte Gefühle zu aktivieren und bestimmte Themen, bei denen man selbst als Kompetent wahrgenommen wird in den Vordergrund zuspielen. Etwa die Grünen indem sie sich für Umweltschutz aussprechen oder die SPD für soziale Gerechtigkeit. Bei der CDU vermuten die Wähler traditionell das sie auf dem Gebiet ‚Innere Sicherheit‘ besonders kompetent sei. Ob diese Kompetenzzuschreibungen und die tatsächliche Kompetenz der Parteien nun übereinstimmen, das ist noch mal was anderes.

Aber nun mal zur Analyse des Wahlplaktes. Zunächst mal ein Satz dem man nicht wiedersprechen wollen wird. Jeder möchte sich gerne sicher fühlen. Offen lässt aber das Plakat genau bei was: Im Verkehr, beim nächtlichen Ziehen durch die Strassen und dem Besuch von Diskotheken, bei alltäglichen Verrichtungen, im Internet, am Arbeitsplatz, vor dem kleinen Malheur…? Auch wird gar nicht angesprochen oder signalisiert was diese Sicherheit genau bedeutet: Nicht ausgeraubt zu werden, die Blase unter Kontrolle zu haben, das meine Daten nicht ausgepäht werden, nicht meine Wohnung oder Arbeitsplatz zu verlieren, das mein Partner*In bei mir bleibt, der Euro stabil, kein Feuer ausbricht…? Es gäbe viele Gründe sich sicher oder unsicher zu fühlen.

Dabei muß man aber eines beachten:

subjektives Sicherheitsgefühl

Das subjektive Sicherheitsgefühl – was weit mehr umfasst als eben die Furcht vor Kriminalität – und die tatsächliche Sicherheit fallen stark auseinander: (more…)