Archive for the ‘Feinstaub’ Category

Mit TTN Feinstaub messen an und um der Schule

21. Juni 2018

Vom Friedrich Gymnasium in Freiburg kam ein interessierter Lehrer zu mir und fragte ob man denn ein Feinstaub-Lora-Schul-Projekt machen könnte. So ganz überzeugt war ich nicht, da sich das offene Freiburger The Things Network, ja noch in der Aufbauphase befindet und wir immer noch mit vielen Leuten sprechen und sie dazu bringen wollen, Gateways aufzustellen.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Emailwechsel im April:

Sehen Sie eine Möglichkeit, dass Schüler im Bereich LoRaWAN in Form eines kleinen Projekts aktiv werden und z. B. im Schulgebäude Sensoren integrieren und diese gewinnbringend im Schulalltag einsetzen?

Grundsätzlich Ja aber das hängt vom Projekt ab, das sie machen wollen. Geht es um ein Produkt das auf jeden Fall fertig sein soll oder mehr um ein Prozeß und vielleicht das Reflektieren um diesen Prozess herum (Was hat funktioniert? Was hat geklappt? Wo waren für uns die Hürden? Warum hat etwas nicht geklappt? Wie war der Prozess? Was wollten wir am Anfang? Was wollten wir jetzt?)

Ich war offen, aber auch ein wenig skeptisch. Schließlich herscht an vielen Schulen ja eine gewisse „WLAN Hysterie“ –  an der Schule darf es kein WLAN geben, wegen der möglichen gefährlichen Strahlung und auch bei einem Gespräch im Amt für Schule und Bildung hatte man große Sorgen wegen Strahlung und Eltern die Angst vor Strahlung haben.

Dann ist das ja noch die Sache mit den Experimenten im Schulunterricht. Eigentlich ist das was im Unterricht gemacht wird, ja nie ein Experiment: Denn ein Experiment hat einen offenen Ausgang. Der Experimentator weiß nicht was dabei heraus kommt, darum macht er ja das Experiment meistens auch. Im Unterricht dagegen ist ein Experiment meistens etwas, bei dem die Lehrperson genau weiß was herauskommt und es deswegen mit den Schülerinnen und Schülern macht. Von daher wollen Lehrpersonen meist genau solche Projekte und Experimente bei denen nachher „etwas vorzeigbares“ rauskommt.

Beim reinen ausprobieren mit irgendwelchen Sachen, kann es immer sein, das dabei eben nix rauskommt, man hat festgestellt, das es eben nicht so klappt wie man es sich dachte. Dabei hat man auch viel gelernt.

Jetzt gab es im Laufe des Projektes einige solcher Klippen:

  • Bestellen ist nicht so einfach. Es kommen falsche Teile, zu spät und es fehlt noch was, weil nicht auf der Liste. Das Problem hatte auch schon ein großer Energieversorger.
  • Die Anleitung ist nicht so schön, das man es wirklich ohne Vorarbeit reproduzieren kann.
  • Software ist buggy oder man versteht sie nicht.
  • Die Integration zum Auswerten der Daten ist nich so schön.
  • Messungen an Stellen gehen nicht.
  • Falschverkabelungen.

Das schöne ist, das diese Probleme nicht nur Lehrpersonen an Schulen passieren, sondern auch „Profis“.

Das soll nicht heißen, dass das Projekt nicht gut lief. Die Schüler haben mit unterschiedlichen Mitteln an unterschieldlichen Orten gemessen. Haben diese Daten aufbereitet und auch präsentiert. Lernen fand nicht nur an der Schule statt, sondern auch im freilab, bei einem Vortrag und an anderen Orten. Genutzt wurde daneben auch ein WLAN Feinstaub Sensor, ein mobiler Sensor mit GPS, die Anwendung SMOG Cop zum messen am Handy und andere Geräte.

Selbst habe ich auch einige Dinge angestoßen: Etwa zusammen mit Guido Burger meinen Feinstaubsensor in diverse Datensammelverlinkungen integriert und an einem Feinstaub Twitter Warn Bot für Freiburg mit Miska Knapek gearbeitet.

👍🏻 Die Ergebnisse des Projektes werden zusammen mit einigen Schülerpräsentationen auf der Website des mascil Projektes der PH Freiburg gezeigt.

Es lohnt sich diese Anzuschauen. Lora bzw. TTN an Schulen ist ganz am Anfang, aber die Technik wird ständig besser. Mit dem Ocotopus gibt es meiner Meinung nach eine gute Experimentierplattform und auch die Freiburger Abdeckung wird besser. Es kommen auf Seiten von TTN neue Integrationen dazu und auch wir in der Community verstehen die Technik mehr und besser.

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IoT Abenteur: Makerfairsee, Octopus und Feinstaubmessungen am Friedrich-Gymnasium

4. Juni 2018

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Das Wochende habe ich nach einer Fahrt durch einen Wolkenbruch – mit dem Motorad – auf der Makerfaire See in Friedrichshafen verbracht. Da habe ich ganz viele spannende Leute getroffen:

Zum Beispiel Gonzalo Casas von TTN Zürich, den ich schon lange mal treffen und kennenlernen wollte und scheinbar er mich auch:

Und wenn man dann mal so ins Reden kommt und sag: „Ach, es wäre gut, wenn man sowas hätte, das man immer wüßte, ob der eigene Gateway noch online ist.“ Dann macht sich Gonzalo gleich auf dem Weg und bastelt sowas:

Also bald wird es http://ismygateway.online/ geben, auf dem man seine Email Adresse und die Adresse des eigenen Gateway wird eintragen können und dann eine Nachricht bekommt, wenn der eigene Gateway offline ist.

Auch besonders cool war der Stand der Leute aus Ulm. Die basteln an einem TTN basiertem Fahrradverleihsystem,haben dafür auch schon vom Land Baden-Württemberg ein Mobilitätsstipendium bekommen. Das Ziel soll es sein, das Nutzer Open Source, ohne zentrale Instanz an vielen Stellen Fahrräder aufstellen können. Ob nun von einem komerziellen Anbieter oder auch ein kleiner Tourismusverein mit fünf Rädern.

Robbi05 hat mich auch gleich inspriert die notwendige Hardware für den Paxcounter von recumbant travelling zu bestellen. Das ist ein colles Projekt, das ich auch mal nachbauen will, auch um endlich die VAG zu überzeugen, das so ein Gateway auf der Schausinslandbergstation doch ganz sinnvoll wäre (jaja die alte Geschichte). Mit dem Paxcounter kann man Datenschutzkonform zählen wieviele Geräte (Smartphones) im Umkreis sind und das über TTN weitermelden.

Aber das war nicht die einzige coole Person, die ich getroffen habe und mit der wir so einiges gabastelt haben, was nützlich sein wird. Am Friedrich-Gymnasium gibt es ein Feinstaub Projekt. Die Schüler des Leistungskurses Physik haben eigene TTN Feinstaubsensoren gebaut und experimentieren auch gerade mit den Octopus Platinen.

Bisher war es ein Problem die Daten aus der TTN Console rauszubekommen. Die Integration nach lufdaten.info ging bisher, trotz intensiver Bemühungen nicht. Daher man sah zwar unsere WLAN Sensoren auf der Karte, aber nicht die TTN Sensoren. Sehr zum Verdruß von Schülern und Projekt. Aber zusammen mit Guido Burger habe ich an einer Lösung „gehackt“ – auch wenn es eher war: Gudio Burger zeigt mir was man tolles alles mit IFTT machen kann.

Daher wir haben jetzt:

Was jetzt noch fehlt, ist das ganze irgendwie zu twittern. Aber vielleicht kommen wir da auch noch hin.

Und dann gibt es noch den mobilen Octopus Feinstaub Sensor von Guido Burger: Der hatte das Problem, das er viel zu oft Daten gesendet hat und dann IFTT ausstieg. Aber mit ein bischen googlen und überlegen, haben wir das so gelöst: Die Daten gehen in die Storage Application von TTN (Gutes Videotutorial). Die löchst sie nach 7 Tagen, aber das sollte ja für so ein Projekt ausreichen. Da kann man sie dann runterladen und weiterverarbeiten.

Das ganze Zeig, das man mit TTN gut selbst bestimmt wo die Daten hinfliessen:

oder:

Die Folien sind aus der Präsentation für das Amt für Schule und Bildung in Freiburg. TTN macht nur den Transport, die Weiterverarbeitung der Daten müßen die Anwender_innen selber integrieren, aber kontrollieren sie auch.

Nun ja und weil es so toll war hat Guido auch noch gleich einen Wimpel gewonnen und seine Kinder einen Preis:

 

Auf zur Smart Green City!

9. März 2018

The Things Network Community Freiburg wird mit Stadtverwaltung und badenova an einem Konzept für eine digital vernetzten Stadt zusammenarbeiten

Mit der Idee von über das Stadtgebiet verteilten Feinstaubsensoren und einem „Long Range Wide Area“ (LoRaWAN) Bürger-Netzwerk begann die Community aus Technikbegeisterten letztes Jahr. Beim ersten Treffen in den Räumen des Chaos Computer Clubs im November war schon die Stadtverwaltung Zaungast.
Im Februar bastelten sie Wetterstationen, die ihre Messungen per LoRaWan weitersenden. Nun nimmt die in Basel und anderen Städten bereits etablierte Idee eines „The Things Network“ (TTN) auch für die Stadt Freiburg konkrete Formen an.

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Mehrere Privatpersonen, das Fraunhofer Institut für physikalische Messtechnik und das Freilab haben einen Gateway bereits angeschlossen.
Die badenova unterstützt die Community derzeit beim Aufbau eines offenes Netzes parallel zu ihrem geschlossenen Netz für energiewirtschaftliche Anwendungen und plant vier bis fünf Gateways aufzustellen. Der Chaos Computer Club, der Coworking Space im Martinstor, die Atec GmbH und weitere Einzelpersonen werden folgen.

„Wir warten sehnsüchtig auf die Lieferung, der derzeit ausverkauften Gateways.“, so Sebastian Müller, „bis Mitte des Jahres kann die Kernstadt aber abgedeckt sein.“

In einer Antwort OB Salomons auf den Brief von Altstadtrat Müller sagt die Stadtverwaltung nun zu, gemeinsam strukturiert mit der TTN Community an einem Konzept einer digital vernetzten Stadt zu arbeiten und begrüßt die Aktivitäten der Gemeinschaft.

Sebastian Müller, Altstadtrat und einer der Initiieren der The Things Network Community Freiburg: „Mit dieser Antwort der Verwaltung lässt sich an einem Konzept arbeiten und zumindest die Lücken des Feinstaubsensoren-Netzes werden bald geschlossen.“

The Things Network ist ein neuartiges Datennetz für Sensoren und Smart City Anwendungen, das kleine Datenmengen mit sehr wenig Energie über Kilometer übertragen kann. Es braucht nur wenige Router oder Basisstationen, im TTN Jargon „Gateways“ gennant, die den Zuggang zum Netz herstellen. Jeder kann sich kostenfrei anmelden und die Daten seines Sensors verschlüsselt übertragen. Neben der ersten Testanwendung Feinbstaubsensoren, planen unterschiedliche Institutionen weitere Anwendungen, etwa die Überwachung von Bienenstöcken oder das Auslesen von Mülleimerfüllständen.

Termine

TTN trifft Freilab – und erklärt warum ein Funknetz für Internet der Dinge, das ganz Freiburg abdeckt ziemlich cool ist für Bastler und Bürger. Alle sind herzlich eingeladen. Keine Anmeldung nötig. Möglichkeit zur Diskussion und Fragen.


Donnerstag, 22. März 2018
19:00 bis 21:00 Freilab,
Ensisheimer Str. 4 im Hinterhof,

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LoRa Feinstaub Sensoren basteln!

7. März 2018

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Endlich haben wir es geschafft!

Am 24.4. 19:00 kommt Lukas Haas aus Basel zu uns ins Freilab
und bastelt mit uns LoRa Feinstaub Sensoren.

Die Badenova wird ein wenig Sponsoren aber bitte bringt einen Umkostenbeitrag von 40€ mit.

Dank The Things Network Freiburg, können dann auch Bürger*innen an Stellen Feinstaub messen, an denn sie wegen mangelendem WLAN bisher keine Sensoren aufstellen konnten.

Bitte meldet euch über das Meetup an.

Es handelt sich wie immer um experimentelles Gerät für Bastel- und Versuchszwecke. Betrieb und Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr!
Gerne kann man auch selber das Material mitbringen. Die Bestellanleitung findest du hier. Auch die Anleitung zum Selberbasteln findest du hier.
Wir werden Löten müssen (aber es gibt Hilfe).
Bitte auch Laptop mitbringen.

 

Feinstaub Sensoren Basteln (leider nur mit WLAN!)

28. Februar 2018

Am Thema Feinstaub Sensoren besteht weiterhin Interesse, auch aufgrund der Rechtssprechung des Bundesverwaltungsgerichts.

Deshalb machen wir am

20.3. 19:30 im Freilab
ein weiteres Basteln von Feinstaub Sensoren
die per WLAN angeschlossen werden sollen.

Anmeldung bitte über das Meetup.

Kostenbeitrag pro Sensor ca 40 Euro.

Der LoRa Feinstaub Sensoren Bastel Workshop findet am 24.4. im Freilab statt.