Archive for the ‘Feinstaub’ Category

Feinstaub-Sensor-Basteln

29. Mai 2019

Im Rahmen der Samstags Forum des Ecotrinova Vereins. Am Samstag 29. Juni 2019 ab 10:15 im KG 1, HS 1098.

Zunächst Vortrag über SAUBERE LUFT für alle: Umweltzonen, Luftreinhalteplan. Freiburg, Umland, Ursachen-Wirkungen-Abhilfe von Hubert Faller, Technischer Direktor Ref. 54.1 (Umwelt) und Kolleg*Innen, des Regierungspräsidium Freiburg.

Ab 12.00 Praxis: Luftverschmutzung: Feinstaub selber messen. Wir bauen 10 einfache Feinstaub-Meßgeräte, anschließend nahebei erste gemeinsame Messungen. Leitung: Sebastian Müller, Freiburg. Umkostenbeitrag 30 EUR. Keine Vorkentnisse, kein Löten, kein Programmieren.

Ort: HS 1098 Kollegiengebäude 1, Uni Freiburg, Platz der Universität 3.

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Fessenheim mit TTN Überwachen

9. März 2019

Seit dem Geigerzählerbasteln mit Bernd Laquai von Opengeiger.de bekomme ich immer wieder Anfragen, das Menschen Geigerzähler bauen möchten. Unsere Geigerzähler sind ja insofern speziell, das sie ihre Daten nicht vor Ort anzeigen, sondern über das The Things Network in der Region Freiburg übermitteln. Wer also lieber ein Gerät haben will, mit dem er etwa mit seinem Handy messen, kann der sehe sich auf Amazon um. Auch soetwas gibt es.

So stelle ich mir das ungefähr vor. 10 Geigerzähler verteilt über die Region, übermitteln ihre Daten per TTN. Sammlung und Darstellung im Internet.

Derzeit läuft ein Test Gerät auf meinem Balkon, die Daten werden im Cayenne MyIot gesammelt, aber ich kann sie von dort leider nicht auf einer Website publizieren. Bisher hat das aber noch ein paar Knackpunkte: zum einen wird als Mikrokontroller der MKRWAN1300 oder der Arduuno verwendet. Beide sind recht teuer (ca 40 EUR) und die Daten übermittelt der Sensor im Cayenne LPP, das nur Cayenne darstellen kann als Integration. Auch ist das verwendet Zählrohr zwar billig (SBM-20 ca 10 – 15EUR bei Ebay), aber auch nicht übermäßig genau. Beides versuchen wir zu ändern.

Florian Kramer arbeitet an einer Software Version für den TTGO und wir werden zwei weitere Meßröhren durchprobieren: Vacutec 70031A und SBM-19. Leider kann man die PiGi Boards, die das steuern nicht einfach für beide verwenden, sondern muß sie entsprechend konfigurieren. Beide sind genauer, leider aber nicht billiger (zwischen 30 und 40 EUR/Stück). Daher wird das Ziel den Preis für solche Nodes zu senken, wahrscheinlich nicht erreicht werden.

Setup bisher: Arduuno oder MKRWAN1300, Pigi Board und Geigerzähler. Oben rechts im Bild eine Tasse mit Uranglasur.

Das Darstellen der Daten wird entweder über die Streamsheats von Cedalo erfolgen oder über TagoIO (zu beiden Firmen habe ich auch schon Kontakt) und soll die Daten dann auch auf einer Website darstellen, ähnlich wie beim Luftdaten.info, für den Feinstaub.

Selbstverständlich bedarf es dann zur Interperation der Daten auch ein gestimmtes Wissen: So steigt bei Niederschlag oder Schneeschmelze die gemessene Radioaktivität, meist ist das was man mißt weit unter dem gefährlichen Level, etc…

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Einwohnerantrag gegen übermäßiges Böllern nimmt fahrt auf.

2. Januar 2019
Erfreuliches in der Post.

Ich bekomme inzwischen Anrufe von Leuten die unbedingt unterschreiben wollen. Auch Emails und sogar unterschriebene Listen per Post zugeschickt. Ich habe tatsächlich von einer politischen Aktion selten so eine positive Resonanz bekommen. Auch bei Facebook gibt es die üblichen blöden Kommentare, aber auch viele Tierhalter die es gut finden.

So schreibt mir etwa eine Freiburger Bürgerinn: „Die Hecke brennt“ so hat für uns das Jahr 2018 begonnen. Wie können von Glück sagen, dass es in diesem Moment noch windstill war, sonst hätte der Funkenflug noch weiteren Schaden angerichtet. Keiner wars, viele ignorierten das Feuer, tanzten und tranken weiter. 8000.-Euro hat alles gekostet.“

Nicht nur die Umweltverschmutzung durch Feinstaub und liegen gebliebenen Müll ist ein Problem. Davon brauche ich kein tweet zu posten, die meisten wissen wie es am 1.1. in ihrer Straße aussah, bevor die Sonderschicht der Stadtreinigung durch kam.

Auch verletzen sich jedes Jahr etliche Menschen an an Böllern und Feuerwerkskörpern. In Freiburg ist „nur“ eine Person aus dem Fenster gefallen und gestorben, was jetzt nicht direkt mit dem Feuerwerk zu tun haben dürfte. Daneben habe es „mehrere Schlägereien und kleinere Brände“ gegeben. Aber in Kiel kam etwa eine Person ums leben, durch Splitter vom Feuerwerk.

Daneben spüren zahlreiche Tierhalter, das sich ihre Lieblinge fürchten und sind deshalb gegen übermäßiges Böllern:

Aber auch Veteranen der Bundeswehr, die eine posttraumatische Belastungsstörung haben, argumentieren für eine Reglementierung:

Sowie Asthmatiker, die es gut fänden wenn man weniger böllern würde und die Luft besser wäre:

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TTN Community zieht positive Bilanz ihres ersten Jahres in Freiburg

30. Dezember 2018

Stadtgebiet nahezu abgedeckt – Auftakt im kommenden Jahr: 12.1 16:00 Geigerzählerbasteln

Sebastian Müller und Stefan Biermann von der TTN Community Freiburg zieht eine positive Bilanz des ersten Jahres des Bestehens der Gruppe: „In einem Jahr ist es uns gelungen für Freiburg eine nahezu vollständige Abdeckung der Kernstadt mit Empfängern für das von uns betriebene Netz für das Internet der Dinge zu erreichen.“

Dafür wollen sie, im Namen aller Mitglieder der TTN Community Freiburg, den zahlreichen Partnern besonders der Badenova und der Stadtverwaltung, aber auch dem Haufe Verlag, dem Greifenegg Schössle, als Standort für ein Gateway und zahlreichen engagierten Privatpersonen danken. Freiburg sei eine der führenden TTN Communities in Deutschland, nur vergleichbar mit Ulm oder Berlin.

Daneben sei man mit dem Digihub Südbaden, der IHK, der VAG, der Abfallwirtschaft und zahlreichen anderen Institutionen in Freiburg vernetzt.

Zu den Projekten des letzten Jahres gehörten etwa innovative Personenzähler für Nahverkehrsanwendungen, Bienenstocküberwachung oder auch Feinstaubmeßgeräte, ein Minihackaton und auch Lobbying bei Ministerium in Stuttgart.

Mit dem neuen IT Amt der Stadtverwaltung sei man gut vernetzt, die Badenova helfe beim Aufstellen von Gateways. Die Abfallwirtschaft habe etwa beim Mappen der Netzabedeckung geholfen, da ihre Fahrzeugen langsam durch die ganze Stadt fahren.

Für das Projekt Fahrradtracker gewannen Mitglieder der Community einen Preis beim Hackaton.

Derzeit hat die Gruppe bei Meetup über 139 Mitglieder, im TTN sind über 30 Personen registriert und 16 Gateway aktiv.

Abdeckungslücken gäbe es noch in den Tuniberggemeinden, Littenweiler und Landwasser.
„Wir sind aber im Kontakt etwa mit der Handwerkskammer, die auf ihren Bildungszentrum in Landwasser einen Gateway platzieren will und mit der Stadtverwaltung wegen Standorten im Freiburger Osten“, führt Stefan Biermann aus. „Wir hoffen auf Bürgerinnen aus dem diesen Stadtteilen, die Gastgeber für ein Gateway sein wollen. Der Stromverbrauch liegt in etwa bei einem Handyladegerät und die Strahlung deutlich unter dem eines Mobiltelefones.“

Die akutelle Abdeckungskarte findet sich bei TTN Mapper.

Chanderli macht keinen Feinstaub – LIFG Anfrage bringt Klarheit

23. Juli 2018

Im Kommunalwahlkampf 2004 mußte ich für Junges Freiburg eine Pressemitteilung herausgeben: „Jugendzentren machen keinen Krebs!“

Mit einem Gutachten des Deutschen Krebsforschungszentrums, dass die geplante Einrichtung eines Jugendzentrums „Chummy“ im Untergeschoß einer Schule keinen Krebs erzeugt, weil durch die Anreisenden Jugendlichen – nach Befürchtung der Anwohner mit dem Roller – Abgase entstehen und dadurch Krebs verusachen würden. Das DKFZ bestätigte in einem Schreiben, dass dies nicht plausibel sei.

Nun gibt es in Kandern eine wunderschöne Museumseisenbahn, die jeden Sonntag vom 06. Mai bis zum 21. Oktober, also an 26 Tagen Verkehr durchführt. Nur mal so in Klammer gesprochen: Würde an jedem Tag des Betriebes ein so hoher Feinstaubwert erzeugt, das der Grenzwert von 50 µg/m^3 im 24h Mittel überschritten, wäre man immer noch unter dem Grenzwert und hätte bessere Luft als in Stuttgart.

Jetzt ist es sicher so, dass eine Museumseisenbahn Emissionen erzeugt: Anreisende Nutzer und da Kanderen nur mit dem Bus erreichbar ist, kommen die eher mit dem Auto, Dampf und Ruß von der Lok und sicher auch Lärm. Aber eher keinen Feinstaub.

Grundsätzlich macht erstmal jede Verbrennung Feinstaub, aber es kommt auf die Temperatur der Verbrennung und die Anzahl der Motoren, sowie auf die Luftdurchmischung an. An allen Punkten ist eine Museumseisenbahn kein Problem: Kandern ist ein kleiner Ort, hat keine Autobahn, Stückgutumschlag, Kohlekraftwerke oder ähnliches. Die Museumseisenbahn betreibt (leider) auch keine Flotte mit Dampfloks (für den täglichen S-Bahn Verkehr nach Basel) sondern nur 3x Fahren pro Sonntag und Verbrennungen in Dampfkesseln sind so niedrig, das eher weniger Feinstaub ensteht.

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Weil sich aber eine Anwohner Bürgeriniative beschwert, hat sogar das Landesumweltamt nachgemessen. Und für den Meßzeitraum schon im Durchschnitt für etwa Freiburg, Weil am Rhein oder Stuttgart deutlich höhre Belastungen festgestellt.

Weil mich das ganze interessiert habe ich mir per LIFG Anfrage am 1.7. um das Gutachten gebeten. Das hat mir die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg auch am 16.7. übersandt.

Hier kann man es runterladen zum selber lesen: 2018_Bericht_Kandertalbahn_final (PDF)

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An keinem der Meßtage wurde der Grenzwert überschritten. Naja, was eine gestande Bürgeriniative ist, die lässst sich davon nicht abbringen und zeigt dann auch mal gerne an.  Wegen was, war man sich auch nicht so sicher, auch das Anzeigen an sich scheint nicht so leicht: „Der erste Vorstoß der BI am 18. Juni war fehlgeschlagen, da der Brief nicht angekommen war.“ Und auch sonst, scheint die Anzeige keine Folgen zu haben. Gut man kann sich als BI auch selbst ins Abseits kegeln.

Wenn es einem übrigens wirklich um saubere Luft (in Kandern) geht, dann wäre der Ausbau der Kandertalbahn mit einem täglichen S-Bahn-Betrieb zu fordern. Wenn dann viele Leute das Auto stehen lassen, wäre sogar schon ein Regio Shuttle sinnvoller (ein Hybrid Zug allemal).

Vielleicht lädt mich die Bahn mal ein und wir bauen gemeinsam Feinstaubsensoren und hängen die Entlang der Strecke auf.