Archive for the ‘Green City’ Category

Feinstaubsensorbasteln beim Chaos Computer Club Freiburg

18. November 2017

Feinstaubsensorbasteln
beim Chaos Computer Club Freiburg

am 29.11 um 18:30 Uhr
im Chaos Computer Club Freiburg,
Dunantstraße 16A, 79110 Freiburg im Breisgau.

Anreise: Strassenbahnlinie 4 bis Berliner Alle, dann über den Aldi Parkplatz rüber laufen und scharf links.
Siehe: https://www.openstreetmap.de/karte.html?zoom=17&lat=48.00572&lon=7.82768&layers=000BTT

In Freiburg und Umgebung hängen derzeit über 50 Feinstaubsensoren. Es wäre super wenn es mehr werden würden. Auch gerade jetzt im Winter beginnt wieder die Feinstaubsaison.

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Der Bürgerverein Wiehre hat beschlossen, dass alle Vorstandsmitglieder einen Feinstaubsensor für den Balkon bekommen um damit die Wiehre Flächendeckend überwachen zu können. Zusammen mit Fionn Große habt Ihr also die Möglichkeit, den Bau eines Feinstaubsensors zu üben und für Euch selbst auch einen zu bauen.

Nachdem es in Freiburg nun schon mehr als 50 Sensoren gibt, wollen wir nochmal einen Bastel-Workshop veranstalten und den Menschen die Möglichkeit geben, Sensoren zu basteln.

Sebastian Müller wird kurz über das vom OK Lab Stuttgart initierte Projekt sprechen (weitere Infos: http://luftdaten.info/ ) und dann das basteln anleiten. Löten ist nicht notwendig. Technisch wenig begabten Menschen wird geholfen.

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1. Freiburger The Things Network Treffen am 22.11. 19:30

6. November 2017
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Stand des Mapping vom 6.11. Deutlich zu sehen ist die bessere Abdeckung nach Osten, von da habe ich freien Blick auf die Stadt. Innenstadt, Münsterplatz, Stühlinger, Teile von Haslach, von Herdern und Mooswald sollten aber schon jetzt abgedeckt sein. (Quelle: http://ttnmapper.org/?blocks=on)

Das erste Freiburger Treffen für interessierte am
„The Things Network“ findet am 22.11. 19:30
im Chaos Computer Club – Freiburg Dunantstraße 16A, Freiburg im Breisgau statt.
Zur Anmeldung

TTN-Network Freiburg ist eine offene Community. Ziel der Gruppe ist der Aufbau eines Internet of Things-Netzwerkes aus Gateways (das sind die Geräte die zwischen den Sensoren und dem Internet vermitteln, vergleichbar mit dem WLAN Router daheim und Sensoren) in der Region Freiburg im Rahmen des THE THINGS NETWORK.(https://www.thethingsnetwork.org/).

Die NZZ beschreibt sehr gut um was es bei The Things Network geht: „Ist die Luft in Zürich sauber? Fährt jemand mit meinem E-Bike davon, oder hat er es bloss am falschen Ort abgestellt? Stören sich die Nachbarn eigentlich an meiner Musik? Diese und viele weitere Fragen sollen sich in Zürich bald rasch und unkompliziert beantworten lassen: The Things Network (TTN), eine global vernetzte Gruppe von IT-Tüftlern und Netzaktivisten, baut seit 18 Monaten an einem lokalen Internet der Dinge auf Lora-Standard (siehe Kasten), das jede und jeder rund um Zürich gratis nutzen kann. (…)

Das offene Netzwerk von TTN basiert auf Lorawan (Long Range Wide Area Network): ein Übertragungsprotokoll, auf das sich die Industrie geeinigt hat, um das «Internet der Dinge» voranzubringen. Mit Lora-Standard lassen sich Informationen mit sehr wenig Energie und über nicht exklusiv verteilte Funkfrequenzen weiterleiten. Jeder darf ein solches Netzwerk aufsetzen, ohne Gebühren entrichten zu müssen.“

Für mich gibt es verschiedene Anwendungen für LoRa die ich nutzen möchte: Zum einen Wasser im Keller zu detekieren (daran arbeiten wir gerade), Feinstaubsensoren an Orten anschließen an denen es kein WLAN gibt und auch möglicherweise mein Fahrrad zu tracken und so gegen Diebstahl abzusichern. (more…)

Feinstaubsensoren im LoRaWan

4. November 2017

Seit einiger Zeit bastele ich rund um Freiburg bei diversen Gelegenheiten Feinstaubsensoren, das sind die netten kleinen Dinger, die die Leute von luftdaten.info entwickelt haben und mit denen man selbst die Luftqualität bei sich vor Ort messen kann. Entwickelt heißt in dem Fall: einen Server programmiert auf dem ich die Daten live als Karte sehen kann, Software für die Platine entwickelt die den Sensor steuert und eine gute Anleitung geschrieben, so dass einigermassen jeder das ganze zusammenbauen kann. Inwischen gibt es über 1200 Sensoren weltweit und über 300 in Stuttgart.

Am Donnerstag Abend war ich nun in Basel um dort mit den Leuten vom IOT Stammtisch Sensoren zu basteln. Diesmal aber ganz besondere: Dank Lukas Haas und Urs Marti gibt es nun Software mit deren Hilfe wir einen ESP32, einen LoRaWan Chip (RFM95) und den Sensor verbinden können und die Daten auf die Karte von luftdaten.info pushen.  (more…)

Kampfabstimmung? Prestigeprojekt – Zwei Anmerkungen zu politischen Begriffen

18. Oktober 2017
Ich habe einen Leserbrief an die Badische Zeitung gerichtet und mich mich zwei Begriffen aus dem Freiburger politischen Diskurs beschäftigt.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Badische Zeitung berichtet von einer bevorstehenden “Kampfabstimmung” um den Vorsitz der Freiburger SPD (siehe: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/uwe-stoehr-tritt-gegen-spd-parteichef-julien-bender-an–143373295.html) aber auch in anderen Artikeln wird immer dieser Begriff gebraucht, etwa über die Fassade einer Schule in Gottenheim (http://www.badische-zeitung.de/merdingen/kampfabstimmung-ueber-neues-gesicht-der-hermann-brommer-schule–133527116.html)
Diesen Begriff finde ich seltsam: Sprachlich würde man von einem Oxymoron oder einem Widerspruch in sich sprechen. Entweder gibt es einen Kampf, etwa in dem Julien Bender und Uwe Stöhr in einen Boxring steigen und wie die alten Germanen sich solange um die Häuptlingswürde prügeln bis einer aufgibt. Sicher wäre das nicht nur spannendes Kopfkino, sondern in einer Partei die geschlagene Wrestler wie Matthias Ilgen in den Bundestag brachte, nicht undenkbar –  Oder die SPD ist eine moderne, demokratische Partei und in einer solchen ist es normal das es mehrere Kandidaten für Ämter gibt und die Mitglieder dann auswählen können.
Das finde ich deutlich besser als das im Hinterzimmer ein Reihe von Parteigranden die Personalien auschnapst.
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Die Grünen haben im Bundestagswahlkampf darunter gelitten, das keine Frau genug war, sich gegen Kathrin Göring-Eckhardt hinzustellen und zu kandidieren und die CDU leidet gerade darunter, dass niemand offen formuliert wer die personelle Alternative zu Angela Merkel wäre.

Eine weitere seltsame Formulierung auf die man gelegentlich im trifft, ist das “Prestigeprojekt” zuletzt etwa in einer Pressemitteilung der Grünen Alternativen, die den Bau von Stadtbahnen zur neuen Messe und über den Rotteckring als solche beschreibt. Auch die Stadiongegner oder die Gegner von Stuttgart 21, die Befürworter und Gegner des Nationalparks oder der Landesgartenschau in Neuenburg beschreiben die Projekte als “Prestigeprojekte”.

Das Wörterbuch erläutert: „Prestige bezeichnet den Ruf (Leumund) einer Person, Sache oder Institution.(…) Ein Prestigegewinn kann beispielsweise erreicht werden durch herausragende Leistungen, aber auch durch den Erwerb und das Präsentieren von Statussymbolen oder durch demonstrativen Konsum.”
Daher die Gegner insinuieren, dass durch ein “Prestigeprojekt” lediglich der Ruf eines Politikers gesteigert werden soll, dies aber sonst keinen Nutzen hätte oder sogar Schaden verursachen würde.

Was aber mir nicht wirklich logisch erscheint: Entweder ist ein Projekt sinnvoll und bringt gesellschaftlichen Mehrwert, dann steigert es sicher das Ansehen der Projektbefürworter oder Initiatoren. Oder aber es ist schädlich und die Initiatoren müßen sich fragen lassen, warum dafür öffentliche Mittel verwendet wurden. Dann steigert es aber sicher nicht ihr Prestige.

Freiburger Feinstaubinitiative übergibt 50. Bürgersensor an den Leiter des Umweltschutzamtes

7. August 2017

 

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Freiburger Feinstaubinitiative übergibt 50. Bürgersensor an den Leiter des Umweltschutzamtes

Am Donnerstag übergab eine Gruppe von Freiburger Bürger*innen den 50. selbstgebauten Feinstaubsensor an den Leiter des Umweltschutzamtes der Stadt Freiburg – Dr. Klaus von Zahn.

Klaus von Zahn: “Die Bürgergruppe rund um Sebastian Müller hat damit ein aktuelles Thema clever besetzt. Die Stadt Freiburg hat die Bastelworkshops mit einem kleinen Betrag unterstützt. Auch wenn Freiburg aktuell kein Feinstaubproblem hat, Luftqualität ist immer ein Thema.”

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Claus von Zahn wird von Radio Regenbogen interviewt. (Foto: Sebastian Müller)

Sebastian Müller, ehemaliger Stadtrat und Initiator: “Ich war vom Zuspruch überwältigt. Zunächst dachte ich, dass vielleicht fünf bis zehn Personen sich für dieses Basteln interessieren würden. Inzwischen haben wir mit weit mehr als 50 Personen gearbeitet und es gibt Sensoren aus unserer Produktion von Breisach bis Höllental und von Waldkirch bis Schallstadt.”

Sebastian Müller selbst plant in Freiburg vorerst keine weiteren Bastelworkshops anzubieten. “Die Teile sind wie schon die ganze Zeit in China bestellbar, die Wartezeit beträgt sechs Wochen. Wenn jedoch jemand eine größere Gruppe zusammen hat, dann helfe ich gerne.”

Im Rahmen der Bastelinitiative ist es Sebastian Müller gelungen, unterschiedliche Gruppen zum Basteln zu bringen: Am Droste Hülshoff Gymnasium bastelte beispielsweise ein Lehrer im Unterricht mit seinen Schüler*innen 10 Sensoren, finanziert vom dortigen Klimaschutzverein. Das StuRa der Universität Freiburg hat 15 Sensoren finanziert. Diese gingen zum Teil an Schüler*innen, Student*innen. Ein Sensor wurde von Sebastian Müller an der B31 im Höllental bei Motorrad Böckmann aufgestellt und drei gingen an eine indonesische Antropologiestudentin aus Yogyakarta, die im Rahmen des Tandemforschungsprojektes hier war. Diese wird diese Sensoren in Yogyakarta, einer großen Studentenschaft auf Java, aufstellen.

Nicht alle der gebastelten Sensoren sind bereits auf der online verfügbaren Karte gelandet. Zum Teil haben die Leute sie noch nicht aufgestellt oder wohnen gar nicht in Freiburg. Teilweise gibt es auch Probleme mit dem WLAN.“Grundsätzlich rechne ich aber damit, dass ca. 80% innerhalb von vier Wochen nach dem Basteln online gehen” so Müller.

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Claus von Zahn (links) und Sebastian Müller basteln gemeinsam einen Sensor (Foto: Sebastian Müller)

„Die gebastelten Sensoren genügen zwar nicht den Ansprüchen an eine professionelle Messung der Luftqualität. Dennoch halten derartige Aktionen das Interesse der Bürger*innen an Umweltthemen auf kreative Weise wach. Das begrüßen wir“ – so von Zahn.

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