3d-Druck in der Corona Krise

2. April 2020

Da mich derzeit einige Anfragen erreichen, bitte ich Sie hier kurz zu lesen.

Gesichtsschilder oder Gesichtsvisire druckt in der Region Freiburg das „TechiesvsCorona“ Netzwerk. Über deren Website ist auch eine Bestellung möglich. Bundesweit koordiniert https://www.makervsvirus.org/de/ den Einsatz von 3D-Druckern. Ich beteilige mich mit meinen Druckern daran.

Ellenbogentüröffner (mehr auf meinem Blog) drucke ich. Anfragen bitte dazu an dieses Google Formular. Es gibt unterschiedliche Formen, bitte bei Materilize auf der Website schauen, welche für die eigene Tür am besten passt. Druckkosten + Zubehör (Fahrradschlauch, Schrauben) liegt bei ca 10 EUR. Druck nur wenn keine anderen Sachen gerade wichtiger sind.

➡ Das DIY Beatmungsgerät Projekt hat seine eigene Website. Dort erfahrt ihr mehr über dieses Projekt, wir ihr euch beteiligen könnt, usw… . Derzeit gibt es Prototypen, aber noch kein fertiges Gerät oder Druckdateien die man sich gar runterladen könnte. Die Herausforderung haber ich zusammen mit Guido Burger in einem Artikel für Heise Online beschrieben. Im Projekt arbeiten rund 200 Menschen, die Lage ist sehr dynamisch, wir versuchen auf Twitter zu informieren. Ich koordiniere bei dem Projekt ein wenig.

Gesichtsmasken aus Stoff, also solche die andere Menschen vor meinen Viren schützen, die ich aushuste, basteln und sammeln in Freiburg unteranderem die Malteser. Ansprechpartnerin ist Monika Schneider per E-Mail.

Gesichtsmasken Halter für die Nase. Manche mögen es, denen hilft es, dass die Brille nicht von innen beschlägt. Bestellung bei mir oder techiesvscorona.de

Gesichtsmasken Halter für die Ohren. Der Surgical Mask Strap Remix habe ich einige Male für die Uniklinik gedruckt, weil die Grummis an den Masken, die Ohren nach vorne drückten. Wer welche braucht, einfach bei mir oder dem techiesvscorona.de Netzwerk melden.

➡ Kindern die keinen PC haben, helfen: Die Computertruhe unterstützt Familien die kein Geld haben, sich einen PC zu leisten, an dem Kinder ihre Schulaufgaben machen können. Wer das auch gut findet, kann gerne Geld dorthin spenden. Ich finde das sehr sympatisch, weil sie einen Pi anbieten.

Warum ich diesen Samstag nicht mit „Freies Mikrofon Freiburg“ diskutiere

8. August 2020

Vor 2 Wochen gab es eine Diskussion zwischen mir und Anmeldern der „Freies Mikrofon Freiburg“ (FMF) Kundgebung auf dem Münsterplatz.

Screenshot vom YouTube Kanal „Profiteam“ – einem Angebot das live zahlreiche rechte Demonstrationen streamt. Quelle: https://youtu.be/O9hhyMwvjQw).

Auf der Kundgebung am 11.07.2020 kam schon ein älterer Herr, Typ Rentner auf Ausflug und hat das Mikro ergriffen und Antwort gegeben, so wie halt ein normaler Mensch, der nicht alles sehr verzerrt sieht, Antwort gibt. Am Samstag 25.07.2020 platze mir der Kragen und ich habe selbst auch Antwort gegeben. (Nachzusehen auf dem rechten YouTube Kanal https://youtu.be/O9hhyMwvjQw).

Daraus ergab sich dann mit dem Veranstalter eine Diskussion und die Einladung wieder zu diskutieren. Ich bat an am Samstag 8.8.2020 zu diskutieren. Allerdings kam erst gestern eine E-Mail des Veranstalters, so dass erst der 22.8. denkbar wäre, da ich vorher beruflich verhindert bin.

Allerdings gibt aus meiner Sicht für so eine Diskussion Bedingungen und klare Regeln: Etwa einer neutralen Moderation, ein vorher vereinbarten Ablauf des Gesprächs, Eingrenzung der Themen bzw. Des Themas.

Der Veranstalter bat mir an auch vorher einen Artikel zuzusenden, der Grundlage der Diskussion sein solle. Als Moderation schlug der Veranstalter einen Polizisten vor – das halte ich aufgrund der Rolle, die die Polizei bei einer solchen Veranstaltung einnehmen muß für eher schwierig – daher war mein Vorschlage ein Freiburger Moderator, etwa Thomas Uhlendahl oder Michael Wehner, den Leiter der LpB.

Trotzdem wollte Herr Hochulli, Leiter des Revier Nord, sogar prüfen ob die Polizei moderieren kann.

Warum diskutieren?

Seit es die „Freies Mikrofon Freiburg“ Kundgebungen gibt, gibt es auch Störaktionen und Gegenkundgebungen. Das ist aus meiner Sicht sehr berechtigt, denn auf den FMF Kundgebungen wurden von den Redner*innen – aus meiner Sicht – rassistische, menschenverachtende Inhalte, Verschwörungstheorien, Reichsbürgerquatsch und auch rechtsextreme Aussagen zum besten gegeben und unser Staat und die Freiheitlich Demokratische Grundordung verächtlich gemacht.

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Videoreihe „Resilienz in Freiburg“ für nur 2.353 Netto

6. August 2020

Seit einiger Zeit sorgt eine Videoreihe der FWTM für ein wenig Kopfschütteln. Manuel Fritsch im Münstereck Kommentar der Badischen Zeitung: „Während Gastronomen kurz vor der Pleite stehen, der städtische Haushalt implodiert und Veranstalter sich das unverändert teure Konzerthaus (Vermieterin: die FWTM!) nicht mehr leisten können, weist sie kreativ den Weg aus der Krise: mit Videoimpulsen.

Diese Videoreihe wäre Aufmerksamkeitsfrei gebliebeben – immerhin hatte das Video in dem Martin Horn ohne Inhalt 7:51 aus mindestens zwei Perspektiven beim Reden über Nachhaltigkeit gefilmt wird – seit es online gestellt wurde 612 Zugriffe, das ist dabei noch das Video mit den meisten Clicks. Der ganze Resilienz Channel hat immerhin 8 Abonenten. Zum Vergleich, Freiburgs AfD Rechtsaußen Dubravko Mandic hat auf seinem Kanal 5200 Abos.

Ich wollte daher von der Stadtverwaltung, bzw. der FWTM wissen, was das ganze kostet. Laut Antwortschreiben auf meine LIFG Anfrage, bei fragdenstaat.de 2.353 EUR. Hätten wir das also auch geklärt.

Vielleicht sollte man nochmal etwas Geld in die Hand für eine Konzept- und Strategieberatung in die Hand nehmen.

Auf in den Landtag

16. Juli 2020

Digitalisierung, Klimaschutz, Kinder- und Jugendbeteiligung, Solidarität und sozialer Zusammenhalt alles das sind große Worte, uns für diese Werte einzusetzen, wird uns aber nur im Konkreten gelingen.

Ich will kämpfen
  • Ich will kämpfen, für ein Schulsystem, das Kinder nicht dazu zwingt morgens um 5:30 aufzustehen um einen Bus um 6:08 zu erreichen, damit sie rechtzeitig in der Schule sind. Für viele Familien wäre das eine morgendliche Entlastung.
  • Ich will kämpfen, das wir beim Digitalisierungsschub der sich gerade an unseren Schulen vollzieht Quelloffene Software ankommt und wir nicht noch abgehängiger von großen amerikanischen Konzernen werden. Deshalb sollte der Grundsatz „Public Money Public Code“, so wie bei der Corona-Warn-App für alle öffentliche Software gelten, besonders auch im kritischen Sicherheitsbereich bei Polizei und im Gesundheitswesen.
  • Ich will kämpfen für ein Windrad auf jedem Berg, ein Solargerät an jedem Balkon und eine Solaranlage auf jedem Dach. Dafür soll die Entscheidung für das Winbdkraftplanungsrecht weg von Kommunalverbänden und zum Landesumweltamt.
  • Ich will ein Baden-Württemberg, das nicht in 22 Verkehrsverbände mit über 100 Zonen für Monatskarten geteilt ist.
  • Ich will eine Öffi-App für das ganze Land, mit Carsharing, Leihrädern und allem was sonst noch fahren und man teilen kann.
  • Ich will dafür kämpfen, dass wir jedes Jahr soviel Geld für den Ausbau der Radwege ausgeben, wie für den Ausbau unserer Straßen. Über wenig werden sich die Autofahrer – beruflich bin ich das auch – mehr freuen, denn gut ausgebaute Radwege und attraktiver ÖPNV heißt leere Straßen.
  • Ich will dafür kämpfen, dass das Land endlich Rentenversicherungsbeiträge auf für in Haft geleistete Arbeitsentgelte bezahlt, damit für Menschen in Haft Freiheit, nicht Altersarmut bedeutet.

Menschen die mich kennen, wissen: Wenn ich für etwas kämpfe, dann kommt das auch. So wie die Parklets, der Stopp der Abholzung der 200 Bäume am Eugen-Keidel-Bad, der Gateway für ein offenes Netz für das Internet der Dinge auf der Schauinslandbergstation oder verbindliche Kinder- und Jugendbeteiligung.

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Apps für die Corona Zeit & Spaß mit der Corona Warn App

21. Juni 2020

Noch ist die Corona Zeit nicht vorbei, auch wenn man das beim Betreten der Innenstadt einer Deutschen Stadt am Samstag so denken könnte. Apps spielen in der Corona Zeit oder Krise eine immer wichtigere Rolle, daher will ich hier einige vorstellen.

Corona Warn App – Da der Freiburger Chaos Computer Club angefragt wurde, habe ich für diesen ein umfassendes Interview im Wochenbericht gegeben und die App erläutert. Kurzfassung: Ich finde man kann die App installieren und nutzen, wenn das eigene Handy das technisch kann.

Cascable Pro Webcam – Nutze ich gelegentlich für Videokonferenzen. Was kann die Anwendung: Sie verbindet die eigene Spiegelreflexkamera mit dem Mac und ist für diesen eine Webcam. Man spart sich also den Kauf der Webcam und hat meist noch ein deutlich besseres Bild. Derzeit noch in der Beta. (Download)

Und jetzt wird es ein wenig nerdiger. Eine Reihe von Leuten hat mit den anonymen ID’s, die die Corona Warn App ausssendet gespielt. Da gibt es zum einen einen die Covid Lense Website.

Die läuft am besten im Google Chrome Browser (aber auch im Opera) und sieht wieiviele Geräte mit der aktiven Corona Warn App in der Nähe sind. Das geht auch auf mobil Geräten (Android) sofern sie Chrome darauf installiert haben.

Dann gibt es noch die App RaMBLE. Dort einfach in der Filterfunktion unter „Service UUID“, „FD6F“, das ist der Name des BluethoothLE Beacon, der Teil des Standards von Google und Apple ist.

Screenshot. Man sieht dann die Anzahl der Geräte im Umfeld mit aktiver App.

Eine Beschreibugn dazu findet sich etwa bei Chip.de. Man kann das ganze auch als SQL Lite Datenbank exportieren.

Für alle die sich daraus nette Heatmaps basteln wollen, gibt es inzwischen sogar einen Webservice, den Florian Pigorsch gebastelt hat. Einfach die RaMBLE app laufen lassen, dann in der App als SQL Datenbank exportieren und schon hat man eine spannende Karte und kann sehen, wo wieviele Menschen die App nutzen. (Github)

https://platform.twitter.com/widgets.js

Inzwischen gibt es sogar eine – im Beta Test befindliche – UUID 0xFD6F Tracer App von marq24 (Github), die einem sehr komfortabel sogar schon alles schön eingestellt hat

Die Corona App erklärt, im Interview mit dem Freiburger Wochenbericht.

17. Juni 2020

Der Freiburger Wochenbericht hat den Chaos Computer Club zur neuen Corona Warn App der Bundesregierung gefragt, ich habe auch mit viel Input von anderen Menschen im Club versucht die Fragen zu beantworten.

Für einen Laien kurz erklärt, wie funktioniert die neue Corona-App, die eine bessere Nachverfolgung der Infektionsketten möglich machen soll? Was verbirgt sich hinter dem vieldiskutierten „dezentralen Ansatz“?

Mein Smartphone strahlt in Abständen von 2,5 bis fünf Minuten via Bluetooth Low Energy zufällig erzeugte Krypto-Schlüssel aus. Quasi ein sich ständig änderndes verschlüsseltes Autokennzeichen. Andere Handys speichern dieses Kennzeichen und schätzen aufgrund der Signalstärke die ungefähre Entfernung. Werde  ich nun positiv auf eine COVID-19 Erkrankung getestet kann ich diese Information über die App an die anderen Nutzenden weitergeben. Das Handy lädt einmal am Tag die Liste der Corona positiven Kennzeichen herunter und vergleicht selbst ob es in letzter Zeit ein solches Kennzeichen gesehen hat.  Findet es eine solche Übereinstimmung, warnt es mich. Es gibt eben keine zentrale Liste, wer wen gesehen hat. Das Smartphone kann aber nicht wissen ob ich wirklich in Gefahr war oder nicht weil ich z.b. eine Maske trug, durch eine Glasscheibe oder Wand getrennt war, so genau geht es einfach technisch nicht. (Eine gute Visualisierung gibt es bei: https://corona-tracing.cryptool.org/

🍎 Corona Warn App für iPhones 🍎

🤖 Corona Warn App für Android Geräte 🤖

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