Archive for the ‘Forschung’ Category

Die Freiburger Listen verorten

2. April 2019

Ich habe mal versucht die zahlreichen Freiburger Listen auf wirtschaftspolitischen und kulturellen Achsen einzuordnen. Jetzt kann man zu so einem Versuch stehen wie man will. Die einen finden das anmaßend, weil ich auch auf einer Liste kandidiere, die anderen finden es gut, weil sich die Leute dazu positionieren und man jetzt darüber diskutieren kann.

Natürlich ist so eine Einordnung aus meiner Sicht und aus meinem Erleben (persönliche Gespräche, mein Facebookfeed, …) subjektiv. Ich habe auch nicht die Wahlprogramme anlysiert, kodiert oder den Listen Fragen zu Themen gestellt und daraus eine Position im Raum erechnet, wie es möglich wäre. Sondern nach meinem Erleben und Bauchgefühl das eingeordnet. Im Laufe der vergangenen Tage, sind daraus immer wieder neue Versionen entstanden und auch eine Pressemitteilung für den 1. April. Auf die auch die Badische Zeitung reingefallen ist.

Druchaus gibt es aber wissenschaftliche Projekte, die anhand von Abstimmungsergebnisse im US Kongress eine raumsoziometrische Darstellung erechnen und daraus etwa ideologische Positionen von Abgeordneten darstellen:

Quelle: The End of the 114th Congress in: Voteviewblog

Das kann durchaus dazu dienen das sich Wähler und Wissenschaftler besser darüber informiere wo bestimmte Personen oder auch Gruppen stehen.

Ähnliche Aufstellungen gibt es etwa für die Rechts-Links- & EU-Position der deutschen Parteien: Quelle ist die Londen School of Economics.

Zu meiner Grafik

Die vertikale Achse steht für die Wirtschaftspolitischen Einstellungen. Oben steht tendenziell für wirtschaftliche Freiheit und wenig Eingriffe, unten steht für mehr Eingriffe und Umverteilung. Jetzt ist es so, dass diese im kommunalen Rahmen nicht so klar sind wie auf Bundesebene, da wir in Freiburg nicht einfach Unternehmen verstaatlichen können. Deshalb habe ich andere Begriffe dafür gewählt, da ja die Stadt schon über Gewerbesteuer und anderes auch „umverteilen“ kann.

Zum Teil sind auf beiden Achsen Schlagworte „Gemeinschaftsschule vs. Privatgymnasium“ oder „Sharing Economy vs. Krawatten“, die sind natürlich verkürzend. Gerade bei den Wirtschaftspolitischen Dimensionen gibt es halt auch habituelle Ausprägungen. Für Start-Ups sind irgendwie alle, aber es kommt halt auch darauf an wie häufig über das Thema gesprochen wird.

Die horizontale Achse steht für kulturelle Einstellungen. Links für tendenziell Linke oder progressive Einstellungen und Lebensentwürfen. Also für Leute, die den CSD toll finden, alternative Kultur unterstüzten, auf Klimademos gehen oder das Besetzten von Häusern gut finden. Rechts stehen dann die konservativen oder eher rechten Einstellungen und Signalwörter: Sauberkeit, Sicherheit, Ordnung, Grafitti muß weg, mehr Polizei, Arbeiten gehen stat Demos.

Meine Einschäftzung der Listenpositionierung, nach langen Diskussionen.

Die Frauenliste heißt offiziell Unabhängige Frauen Freiburg (geniale Abkürzung UFF), aus meiner Sicht versteht man aber was gemeint ist, wenn man Frauenliste schreibt.

Jetzt will ich gar nicht sagen, dass diese Verortung irgendwie empirisch basiert ist. Es gibt Projekte, die solche empirischen Daten für nationale Wahlprogramme auf Europäischer Ebene bereitstellen, aber wir haben weder sämtliche Wahlprogramme der Freiburger Listen kodiert, noch vorliegen. Daher beruhen diese Einordnungen nun auf meiner persönlichen Wahrnehmung. Selbstverständlich ist diese subjektiv. Aber auch in empirischen Projekten sind Zuordnung und Gewichtung immer schwierig und auch zum Teil willkürlich.

Wozu?

Man kann dieses Instrument sicher nutzen um sich selbst zu reflektieren, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen oder auch um Personen zu befragen, wo sie die Liste auf der man kandidiert, sehen. Wer darauf Lust hat, dem habe ich den Vordruck ohne Einträge, auch hier online gestellt.

Hier als keynote Link und wer sie gerne als PDF oder Powerpoint haben möchte der findet sie auch hier und kann sie selbst editieren. Oder auch einfach das leere Bild runterladen. Soetwas wie eine Anleitung findet sich in der Pressemitteilung zum 1. April. Man kann also auch selber die Achsen festlegen – etwa Fahrradfreundlichkeit und Alternativkultur und sich dann überlegen wie man die Listen positioniert. Oder man könnte auf einer Podi die Vertreter der Listen selbst bitten, sich zu fragen zu positionieren, vielleicht sogar über eine Raumsoziometrie. Wer Lust an sowas hat, der findet sicher für politische Bildung, innerhalb und außerhalb der Schule Wege und kann damit Positionen verdeutlichen. Für mehr ist es nicht gedacht.

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1. Freiburger The Things Network Treffen am 22.11. 19:30

6. November 2017

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Stand des Mapping vom 6.11. Deutlich zu sehen ist die bessere Abdeckung nach Osten, von da habe ich freien Blick auf die Stadt. Innenstadt, Münsterplatz, Stühlinger, Teile von Haslach, von Herdern und Mooswald sollten aber schon jetzt abgedeckt sein. (Quelle: http://ttnmapper.org/?blocks=on)

Das erste Freiburger Treffen für interessierte am
„The Things Network“ findet am 22.11. 19:30
im Chaos Computer Club – Freiburg Dunantstraße 16A, Freiburg im Breisgau statt.
Zur Anmeldung

TTN-Network Freiburg ist eine offene Community. Ziel der Gruppe ist der Aufbau eines Internet of Things-Netzwerkes aus Gateways (das sind die Geräte die zwischen den Sensoren und dem Internet vermitteln, vergleichbar mit dem WLAN Router daheim und Sensoren) in der Region Freiburg im Rahmen des THE THINGS NETWORK.(https://www.thethingsnetwork.org/).

Die NZZ beschreibt sehr gut um was es bei The Things Network geht: „Ist die Luft in Zürich sauber? Fährt jemand mit meinem E-Bike davon, oder hat er es bloss am falschen Ort abgestellt? Stören sich die Nachbarn eigentlich an meiner Musik? Diese und viele weitere Fragen sollen sich in Zürich bald rasch und unkompliziert beantworten lassen: The Things Network (TTN), eine global vernetzte Gruppe von IT-Tüftlern und Netzaktivisten, baut seit 18 Monaten an einem lokalen Internet der Dinge auf Lora-Standard (siehe Kasten), das jede und jeder rund um Zürich gratis nutzen kann. (…)

Das offene Netzwerk von TTN basiert auf Lorawan (Long Range Wide Area Network): ein Übertragungsprotokoll, auf das sich die Industrie geeinigt hat, um das «Internet der Dinge» voranzubringen. Mit Lora-Standard lassen sich Informationen mit sehr wenig Energie und über nicht exklusiv verteilte Funkfrequenzen weiterleiten. Jeder darf ein solches Netzwerk aufsetzen, ohne Gebühren entrichten zu müssen.“

Für mich gibt es verschiedene Anwendungen für LoRa die ich nutzen möchte: Zum einen Wasser im Keller zu detekieren (daran arbeiten wir gerade), Feinstaubsensoren an Orten anschließen an denen es kein WLAN gibt und auch möglicherweise mein Fahrrad zu tracken und so gegen Diebstahl abzusichern. (more…)

tatam: der mobile Feinstaublogger

1. Juli 2017

Seit einger Zeit gibt es stationäre Feinstaubmesser. Inzwischen über 800 davon, Entwickelt haben es Leute aus Stuttgart. Dar Projekt hat auch international enormen Anklang gefunden.

Was aber wenn man Feinstaub messen kann wenn man unterwegs ist? Man bräuchte den gleichen Sensor, aber er müßte die Daten sammeln und nicht ins Internet schicken auf die Karte. Und man bräuchte Strom und irgendwie müßten nicht nur die Feinstaubdaten speichern, sondern auch Ort und Zeit.

Sowas wäre toll, dachte ich mir und ging zum Freiburg Hackaton um es da zu bauen. Leider klappte es nicht so ganz. Aber mir lief ein Informatikstudent zu und der setzte sich einige Nachmittage ran und koodete ein Python script.

Das Verbindet nun den RasperryPi, die GPS Maus, den Feinstaubsensor und den mobilen Akku und misst den Feinstaubwert sobald Strom dran ist. Er macht ein Wlan auf „airlogger“ und mit dem Passwort: airloggerpsk kann ich mich einwählen. Auf http://10.17.42.1:5000 gibt es dann eine Übersichtsseite, die den aktuellen Wert anzeigt und auch die gesammelten Werte seit dem Einschalten. Die kann man als CSV und KML Datei runterladen. Bei der KML Datei haben wir alles unter 20 yg/m3 grün gefärbt, 20 – 50 orange und alles darüber rot. Diese Dateien kann man dann auch etwa ins LibreOffice importieren und auswerten.

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Feinstaubsensorbasteln 2: Vortrag zu Gefahren von Feinstaub & Möglichkeit Sensor über LoRaWan anzubinden

10. März 2017

Feinstaubsensorbasteln in Freiburg  #2
Freitag, 5.5. 19:00
Landeszentrale für politische Bildung

Bertholdstrasse 55

Am 17.3. hatten wir mehr Teilnehmer als Material. Wer ganz sicher gehen will, das er Material hat, der kann sich das Material selber bei AliExpress bestellen. (Lieferzeit etwa 6 Wochen – den ESP8266 können wir gemeinsam vor Ort flashen)

Verbindliche Anmeldung hier (bitte mit Email Adresse): http://doodle.com/poll/789impnfbkb3rgqx

Veranstaltung bei Facebook.

Dr. rer. nat. Richard Gminski wird einen Vortrag über Feinstaub halten, danach basteln wir Sensore. Es wird noch einen Vortrag über LoRaWan geben.

Wer einen Sensor selber basteln will, soll zur Veranstaltung bitte 40 Euro Unkostenbeitrag mitbringen. (Beim selber bestellen liegen die Kosten bei etwa 35 Euro – Kleinteile werden wir zum Basteln mitbringen)

Ankündigung zum Basteln am 5.5. 19:00 in der LpB in Fudder, mit dem Befehl von fudder: „Warum Du Dir einen Feinstaubsensor basteln solltest“

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Sensorumzug

13. Februar 2017

Mein Sensor ist jetzt vom Balkongeländer direkt unter das Vordach vom Attika Geschoß umgezogen:

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Der Sensor sitzt jetzt unter einer der Dachstreben. Ich habe ihn mit Kabelbindern und diesem sehr praktischen fixx-o-moll Klettband. Mal schauen was besser hält. In dem roten Teil ist übrigens für meinen ADSB flightradar24 Empfänger. Die ADSB Antenne geht auf das Dach und die Hoffnung ist, das man da 360° Empfang hätte.

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Das ganze habe ich mit Tesa Powerbond festgeklebt. Mal scahuen wie lange das hält.

FullSizeRender.jpg

Ich bin gespannt, ob das einen Einfluss auf die Meßergebnisse hat: