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Dokumentation Seminar informelle Bildung und Jugendbeteiligung in Armenien

7. Oktober 2012

Der Dachverband der Jugendgemeinderäte organisierte, unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung (LpB), vom 5. – 7. Oktober ein Seminar über Jugendbeteiligung, informelle Bildung, sowie die Politik und Kultur Armeniens.

Der Anlass hierzu ist eine einwöchige Studienreise des Dachverbandes in die ehemalige Sowjetrepublik. Dort sollen mit verschiedenen Partnern aus Europa Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen für die Stärkung der Jugendbeteiligung, sowie Konzepte der informellen Bildung erarbeitet werden.

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Berger von der LpB referierte Sebastian Müller, Mitglied des Dachverbandes, zum nach wie vor aktuellen Thema Jugendbeteiligung, wobei er besonders auf die Partizipationsperspektiven außerhalb der Jugendgemeinderäte einging. Dabei hat er diverse Aspekte der politischen, pädagogischen, soziologischen, juristischen und Bildungswissenschaftlichen Ebene beleuchtet. Als Fazit wurde die Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft durch höhere Effektivität und breitere Legitimität gezogen.

Materialien zu Sebastians Vortrag „Jugendbeteiligung“

Am zweiten Tag referierte die Armenien-Expertin Dr. Anna Gasparyan, die dazu extra aus Bonn angereist war. Sie stellte in einem historischen Abriss die Geschichte ihres Landes dar und ging anschließend auf das kulturelle, politische und soziale Leben des derzeitigen Armeniens mit anschaulichem Material und kompetentem Fachwissen ein. Danach wurden die Reisevorbereitungen besprochen, Fragen geklärt. Am Abend skypten wir mit unserem polnischen Partnern von der Stiftung Civis Polonus, dabei konnten einige Fragen geklärt werden.

Vortrag Anna Gasparayan:

Auch eine anschauliche Dokumentation der Studienreise ist vorgesehen. Anschließend folgte die Vorstellung von Best Practice-Beispielen aus einzelnen Jugendgemeinderäten.

Skype Conference with Karolina Wysoka in Warsaw

Der Arbeitskreis „Internationales“ des Dachverband tagte ebenso im Rahmen dieses Seminars. Bei dessen Sitzung wurden die weiteren Schritte der Arbeit und Konkretisierungen einiger Vorhaben diskutiert.

Am Sonntag Morgen referierte Sebastian Müller noch das Thema „Informelle Bildung“. Dabei erläuterte er unter anderem die Abgrenzungen zur formalen Bildung, sowie Vorteile und Eigenschaften des Konzepts, informelle Bildung..

Materialien zu Sebastians Vortrag „informelle Bildung“ Vortrag informelle bildung (PDF)

Das Seminar bot allen Teilnehmenden eine gute Reisevorbereitung, sowie eine qualitative grundlegende Kenntnisvermittlung über die Themen der Jugendpartizipation und informellen Bildung, sowie über die Situation Armeniens.

Weitere Informationen zu den Themen

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Briefwechsel mit Edith Sitzmann zur Änderung des §41a GemO BW

21. März 2012

In den vergangen Wochen war ich trotz starker Belastung durch das Staatsexamen auch in Sachen Jugendbeteiligung und Änderung des §41a GemO BW unterwegs.

Neben der FDP, die sich durch ein schönes Hearing im Landtag hervorgehoben hat, wollte ich auch andere politische Parteien bearbeiten. Sowohl Edith Sitzmann (Grüne) als auch Gabi Rolland (SPD) habe ich einen Brief geschrieben zum Thema Jugendbeteiligung. Mir ging es darum auch bei den Abgeordneten, die sich nicht täglich mit dem Thema Jugendbeteiligung beschäftigen, die Sensibilität für die Position zu schärfen.

Mit Gabi Rolland hatte ich ein sehr interessantes Gespräch in dem ich ihr meine Position* (verpflichtende Beteiligung aber keine Pflicht zur Einführung eines Jugendgemeinderates, bessere Förderung des Themas auf Landesebene, insbesondere auch für den Dachverband der Jugendgemeinderäte) erläutert habe. Gabi Rolland will mir auch noch nach Rücksprache mit den Zuständigen in ihrer Fraktion eine schriftliche Rückmeldung zukommen lassen.

In ihrem Antwortbrief spricht sich Edith Sitzmann für eine Verbesserung der rechtlichen Stellung aus, beim Thema finanzielle Förderung bleibt sie jedoch hart.

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What is a youth council?

31. August 2011

What is a youth council and what does correspond to the institutions we in Germany know as youth-city-councils (Jugendgemeinderat)? The definitions what youth councils are differ from country to country.

Tampere

Tampere with dramatic light

Even in Germany there are several definitions that seem to be equally valid and good:

  • „A youth council is a democrativly elected body compromised of people mostly aged between 13 and 20 years, that works on a regular, continuous basis and exerts influence on local policy“ (concept08 was a meeting of Finish and Baden-Württemberg youth councillors in Summer 2008)
  • “youth councils are representing the interests of youth toward local politics. They are a model of participation and offer young people an entry into politics without getting bound to a party. Ideally these have the right to talk in the city council and the right to make formal proposals in the city council. Ideally they have their own budget for publicity, events and other projects”  (Interessenvertretung der Jugend, von der Website des Dachverbands der Jugendgemeinderäte http://www.jugendgemeinderat.de/index.php?id=21, abgefragt am 15.2.2011)
  • “through youth councils youth in their municipality are formally represented. (…) they offer the possibility to transport wishes, suggestions or proposals for improvement of youth towards the political system. Through this youth can participate in the community. (…) they offer all youth political means of participation and creating a political will. (…)
    Youth councils are directly, democratically elected by youth and represent different ages and school types. Youth can participate at planning and projects, which concern their interests within a reasonable way. The elected youth gain deeper insight into local politics and learn on how to take responsibility and represent their position in the public (…)” ( Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 14 / 6762 State Government of Baden-Württemberg
    (in response towards questions of the green party group)

Internationally the definiton seems to be very variable. For example nuva ry the finnish umbrella organisation of youth councils defines them as follows: (Senni Raunio, Salo 2011, „Suomen Nuorisovaltuustojen Liitto – Nuva ry. The Union of Youth Councils in Finland“ Vortrag beim Treffen der Delegation des Dachverbands der Jugend- gemeinderäte Baden-Württemberg und des Finnischen Dachverbands der Jugendgemein- deräte in Salo am 9.4.2011)

  • „The age of the representatives in Youth Councils varies typically from 13 to 20 years
  • The amount of the representatives varies from 7 to 60 members
  • Members are usually selected via election, but also other methods are being used
  • They are trying to make sure that decision-making in municipalities is fair to the young people
  • Being a part of the municipal boards and other groups
  • Taking part to the public discussion and start new discussions by highlighting the problems that young people are facing“ (more…)

Alt-Dachverbandssprecher wird Landtagsabgeordneter

6. Juli 2011

Andreas Schwarz: Bild die eigene Homepage

Die Landtagswahl hat nun auch einen ehemaligen Dachverbandssprecher in den Landtag gebracht:

Andreas Schwarz wurde für die Grünen gewählt. Auch dank ihm stehen nun Jugendgemeinderäte im neuen Koalitionsvertrag.

Der Mann links ist nicht Andreas Schwarz.

Der neue Koalitionsvertrag und Jugendgemeinderäte

27. April 2011

das ist ein altes Grünes Wahlplakat aus den 80er Jahren. Quelle Grüner Flickr Stream

Nur einige Punkte zum neuen Koalitionsvertrag, der Grün-Roten Landesregierung, die ich hier zur Kenntnis bringen möchte:

  • Wir werden die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in der Gemeindeordnung verbindlich verankern. Kinder und Jugendliche sollen grundsätzlich bei allen sie betreffenden Fragen politisch beteiligt werden. Die konkreten Formen der Beteiligung können sehr vielfältig ausfallen.
    Wo Jugendgemeinderäte gebildet werden, sollen sie aber ein Rede- und Antragsrecht erhalten. Wir wollen das Wahlalter bei Kommunalwahlen auf 16 Jahre absenken.
  • Wir werden die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Volksinitiative auf Landesebene schaffen:
    Mit der Unterstützung von mindestens 10.000 Bürgerinnen und Bürgern soll dem Landtag aufgetragen werden können, sich mit einem „Gegenstand der politischen Willensbildung“ zu befassen. Im Weiteren sollen die Hürden beim Volksbegehren deutlich abgebaut werden. Wir werden das Unterschriftenquorum absenken, die Eintragungsfrist verlängern und die Sammlung von Unterschriften auch außerhalb von Rathäusern zulassen. Bei Volksabstimmungen über die Änderung von Gesetzen
    soll das Zustimmungsquorum entfallen und bei der Änderung der Landesverfassung soll es abgesenkt werden.
    Ergänzend wollen wir das Petitionsrecht weiterentwickeln und neben den klassischen Petitionsformen die Online-Petition bürgerfreundlich ausgestalten.
  • wollen wir die Elemente der direkten Demokratie auf kommunaler Ebene stärken und
    bürgerfreundlicher gestalten. Bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden sollen der Themenkatalog erweitert, die Frist verlängert und die Quoren abgesenkt werden. Auch auf Landkreisebene werden wir diese Verfahren einführen, ebenso die Direktwahl der Landrätinnen und Landräte.
    Wir wollen, dass die jungen Menschen in Baden-Württemberg positive Erfahrungen mit den demokratischen Mitwirkungsrechten machen. Deshalb befürworten wir, dass die Jugendgemeinderäte ein verbindliches Antrags- und Rederecht im Gemeinderat erhalten und sich finanziell selbst verwalten (S. 61) (more…)